Coronavirus
Bern wird Pilotkanton für das Covid-Zertifikat

Der Kanton Bern ist bereit, um ab kommender Woche versuchsweise erste Covid-Zertifikate auszustellen. Er ist Pilotkanton für das Bundesamt für Informatik (BIT). Zudem impft er Jugendliche ab 16 Jahren.

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«Lassen Sie es sich gut gehen, aber schützen Sie sich selbst und andere weiterhin», sagte die Berner Kantonsärztin Linda Nartey zum Corona-Sommer.

«Lassen Sie es sich gut gehen, aber schützen Sie sich selbst und andere weiterhin», sagte die Berner Kantonsärztin Linda Nartey zum Corona-Sommer.

Keystone

Der Kanton Bern übernimmt eine Pionierrolle beim Nachweis für Geimpfte, Getestete und Genesene. Wie er am Freitag mitteilte, ist er Pilotkanton für das BIT und ab kommender Woche bereit, um versuchsweise erste Zertifikate auszustellen. Wer in der Impfapplikation Vacme seine Einwilligung zu einem Impf-Zertifikat gegeben hat, bekommt nach der zweiten Impfung eine SMS mit einem Link zum Zertifikat.

Dieses verfügt über einen fälschungssicheren QR-Code, der Auskunft gibt über den Impfschutz, und befindet sich im Vaceme-Accout für geimpfte Personen. Es gibt zwei Optionen, um es anzuzeigen, wie der kantonale Impfchef Gregor Kaczala vor den Medien sagte. «Es wird entweder ausgedruckt oder der QR-Code kann auf dem Display des Handys gespeichert werden.» Er betonte zudem, dass der Fokus vorerst auf den geimpften Personen liege. Aber auch für Genesene zeichne sich eine Lösung ab. «Die grösste Herausforderung bleiben die Getesteten.»

Jugendliche ab 16 Jahren können sich impfen lassen

Generell befindet sich der Kanton Bern in einer guten Position, wenn es um die Bekämpfung des Corona-Virus geht. So sind bereits rund 30 Prozent der impfbaren Bevölkerung vollständig geimpft. Ab 11. Juni werden zudem die ersten Impfungen für Jugendliche ab 16 Jahren durchgeführt. Der Kanton Bern schaltet dazu 6000 Termine frei, die exklusiv für die Gruppe der 16- und 17-Jährigen gedacht sind, wie Kaczala weiter sagte.

Kantonsärztin Linda Nartey sprach zudem über den «erfreulichen Verlauf» der epidemiologischen Lage und gab einen Ausblick auf den kommenden Sommer mit oder trotz Corona. «Es ist wichtig, dass wir das Leben wieder unbeschwerter geniessen, das Sozialleben pflegen sowie Energie und Lebensfreude tanken», sagte sie.

Allerdings solle diese Freude möglichst lange währen und keinen bitteren Abgang haben. Die Kantonsärztin rief deshalb die Bevölkerung dazu auf, sich weiterhin an die Schutzmassnahmen zu halten und keine neue Ansteckungswelle zu riskieren, indem man sich beispielsweise mit Virus-Varianten ansteckt. «Nicht alle konnten sich bislang impfen und wir sind als Gesellschaft noch immer dem Virus ausgesetzt», betonte sie. (abi)