Trotz steigender Fallzahlen
Oberster Gesundheitsdirektor: Veranstaltungen für negativ Getestete ab Ende April denkbar

Laut Lukas Engelberger, Präsident der kantonalen Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK) sollen ausgewählte Veranstaltungen für negativ Getestete bald wieder möglich sein. Unverständnis äussert er bei der Impfstoffbeschaffung des Bundes.

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Lukas Engelberger sagt, dass der Bund sein Verschärfungsmodell überdenken sollte.

Lukas Engelberger sagt, dass der Bund sein Verschärfungsmodell überdenken sollte.

Bild: Keystone

(agl) Engelberger zeigt sich im Interview mit der «Sonntagszeitung» zuversichtlich, was die Entwicklung der nächsten Wochen und Monate betrifft. Er sei «zurückhaltend gegenüber erneuten Verschärfungen», so der Basler Regierungsrat, das Modell des Bundes solle man nochmals überdenken. «Höhere Fallzahlen sollten wahrscheinlich nicht so stark bewertet werden», sagt Engelberger. Denn die anstehende Test-Offensive werde höchstwahrscheinlich dazu führen, dass ein höherer Anteil der Ansteckungen entdeckt wird und die Fallzahlen entsprechend steigen.

«Ich gehe davon aus, dass ab April präventiv Tests so verbreitet sein werden, dass wir eine wirkliche Testoffensive haben, die sich dämpfend auf die dritte Welle auswirken wird», erklärt der GDK-Präsident. Ab Ende April, oder sobald die Risikogruppen geimpft sind, sollten dann auch ausgewählte Veranstaltungen für negativ Getestete wieder möglich sein.

Auch, was die Impfstrategie des Bundes angeht, ist Engelberger optimistisch. Er gehe davon aus, «dass wir für die Sommerferien eine gute Durchimpfung haben werden, die wieder viele Freiheiten zulässt». Bei der Beschaffung der Impfstoffe verstehe er nicht, warum der Bund keinen Vertrag mit dem Hersteller Johnson & Johnson abgeschlossen hat. «Es ist unglücklich, dass der Stoff jetzt zwar in der Schweiz zugelassen ist, dass wir aber keine Beschaffungsverträge haben», sagt Engelberger. Er persönlich wäre den sicheren Weg gegangen und hätte auch Johnson & Johnson bestellt.