Coronapandemie
Natalie Rickli fordert von Berset, dass Bund mehr Kosten von Massentests übernimmt

Geht es nach der Zürcher Gesundheitsdirektorin soll der Bund einen grösseren Anteil der Kosten an Massentests bezahlen. Dies forderte sie von Alain Berset im Rahmen eines Besuchs am Flughafen Zürich.

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Als Geschenk überreichte Natalie Rickli dem Gesundheitsminister eine Maske mit dem Zürcher Kantonswappen.

Als Geschenk überreichte Natalie Rickli dem Gesundheitsminister eine Maske mit dem Zürcher Kantonswappen.

Keystone

(gb) Am Dienstag besuchte Gesundheitsminister Alain Berset den Flughafen Zürich. Ziel war es, dem Bundesrat die Abläufe am Flughafen zur Einhaltung der Pandemie-Vorgaben zu zeigen. «Ich kann Ihnen versichern, die Terrassen am Flughafen Zürich sind geschlossen», witzelte die Regierungspräsidentin Silvia Steiner an der anschliessenden Medienkonferenz.

Berset sah sich aber auch mit konkreten Forderungen des Kantons Zürich konfrontiert. Die Zürcher Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli verlangte vom Bundesrat, dass der Bund sich stärker an den Kosten für Massentests in Firmen beteiligt. Aktuell gäbe es zu viele Einschränkungen, so Rickli. Die Firmen seien deshalb noch zurückhaltend. Im Kanton Zürich haben sich laut Rickli bis jetzt erst 60 Institutionen, darunter Firmen, für repetitives Testen angemeldet.

Keystone-SDA

Berset zeigte Verständnis für den Wunsch für mehr Massentests, antwortete aber nicht konkret auf die Forderung. Es sei bereits viel passiert beim Testen in den letzten drei Monaten, betonte er.

Berset hält an Impfziel fest

Weiter forderte Rickli wie bereits in einem Interview mit dem «TagesAnzeiger» von vor ein paar Tagen, dass der Bund dem Kanton Zürich mehr Impfstoff liefert. Aktuell sei der bevölkerungsreichste Kanton benachteiligt und könne noch nicht alle Personen der ersten Risikogruppen impfen. Dies mache die Menschen ungeduldig.

Berset betonte daraufhin, dass in der Schweiz bereits 800'000 Impfdosen verabreicht wurden. «Klar, es geht nicht schnell genug». Doch er glaube nach wie vor an das Ziel, dass bis im Juni alle Personen, die wollen, geimpft werden können. Rickli zeigte sich diesbezüglich skeptischer. Es brauche eine Umverteilung der Dosen anhand der Bevölkerungsgrösse. «Ich bin nicht so zuversichtlich, aber wenn der Bund liefert, dann impfen wir», so Rickli.