Coronapandemie
Kantone rüsten ab: Immer mehr Impfenzentren schliessen

Die Kantone Genf, Waadt und Nidwalden schliessen einzelne Impfzentren. Wie bereits andere Kantone passen sie damit ihre Impfstrategien der abnehmenden Nachfrage an.

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In vielen Kantonen schliessen die Impfzentren noch diesen Sommer. (Symbolbild)

In vielen Kantonen schliessen die Impfzentren noch diesen Sommer. (Symbolbild)

Keystone

Am Montag haben die Kantone Genf und Waadt bekannt gegeben, einzelne Impfzentren zu schliessen. Im Kanton Waadt wird die fortschreitende Immunisierung der Bevölkerung als Grund angegeben. Bereits 68 Prozent seien geimpft. Auch im Kanton Nidwalden wird das einzige kantonale Impfzentrum per Ende August dichtmachen, wie am Montag bekannt wurde. Der Grund ist die abnehmende Anzahl Neuanmeldungen.

Die drei Kantone sind nicht die ersten, die die Schliessung von Impfzentren beschlossen haben. So hat etwa der Kanton Bern bereits Ende Juni bekannt gegeben, dass das kantonal grösste Impfzentrum in der Expo per Ende August schliessen wird.

Zugang zu Impfung soll vereinfacht werden

Für Menschen, die sich erst noch impfen lassen möchten, ist die Schliessung der Impfzentren jedoch nicht per se schlecht. Wie der Kanton Genf schreibt, will er die Hürden für eine Impfung nun senken, etwa durch die verstärkte Zusammenarbeit mit Firmen. Zudem soll es die Möglichkeit geben, sich auch ohne Termine impfen zu lassen, etwa in Einkaufszentren und Apotheken. Um die Impfskeptiker zu überzeugen, sollen vor Ort Gespräche mit Fachpersonen möglich sein.

Nach einem grossen Andrang stagniert die Impfbereitschaft zurzeit. Aktuell sind laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) knapp 40 Prozent der Erwachsenen Personen in der Schweiz vollständig geimpft. Rechnet man die Personen mit erst einer Impfung dazu, erhöht sich die Impfquote auf 52 Prozent. Um trotz der hochansteckenden Delta-Variante eine Herdenimmunität zu erreichen, bräuchte es laut dem Schweizer Impfkommissionspräsidenten Christoph Berger jedoch eine Impfquote von über 85 Prozent. (gb)