Coronapandemie
72 Prozent der Bevölkerung wollen sich impfen lassen

Die Impfbereitschaft in der Schweiz ist gestiegen, wie eine neue Studie zeigt. Bei den Anmeldungen für die Impfung gibt es aber noch Luft nach oben.

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(agl) Stand Mitte März wollten sich in der Schweiz 72 Prozent der Bevölkerung impfen lassen oder waren bereits geimpft. Das zeigt eine neue Umfrage der Forschungsstelle Sotomo, die Geschäftsführer Michael Herrmann am Dienstag an einer Medienkonferenz zum Stand der Coronapandemie ausführte. Der Anteil Impfwilliger ist damit im Vergleich zum letzten Jahr angestiegen. Der Anteil derer, die sich nicht impfen lassen wollen, blieb derweil mit rund 23 Prozent konstant, wie Herrmann weiter ausführte.

Die Impfbereitschaft der älteren Personen ist laut der Umfrage grösser als bei den jüngeren. Auch wollen sich Männer eher impfen lassen als Frauen, da diese vermehrt Nebenwirkungen fürchten. Die Umfrage hat laut Herrmann weiter gezeigt, dass in der Bevölkerung ein hohes Bewusstsein gegenüber der verschiedenen Impfstoff-Typen bestehe. Für viele sei es wichtig, einen mRNA-Impfstoff zu erhalten.

Wer berechtigt ist, soll sich für die Impfung anmelden

Obwohl die Impfbereitschaft hoch ist und mittlerweile auch grössere Impfstoff-Lieferungen eintreffen, gibt es bei den Anmeldungen noch Luft nach oben, erklärte der oberste Kantonsarzt, Rudolf Hauri. Das zeige sich beispielsweise im Kanton Zürich, wo die Impfberechtigten in den letzten Tagen mehrmals aufgerufen wurden, sich für die Impfung zu registrieren. «Es könnten sich mehr Leute anmelden, die impfberechtigt sind», so Hauri.

In der aktuellen Entwicklung sei nach wie vor Vorsicht geboten, so der Kantonsarzt weiter. Die Aktivität des Virus sei auf zu hohem Niveau, auch wenn die dritte Welle bisher noch nicht steil angestiegen sei. «Wir können nicht davon ausgehen, dass wir in einer stabilen Lage sind», so Hauri. Ein erneuter starker Anstieg der Fallzahlen sei nicht ausgeschlossen. Virginie Masserey, Leiterin der Sektion Infektionskontrolle beim Bundesamt für Gesundheit (BAG), sprach derweil von «guten Perspektiven», dies trotz einer fragilen Lage.

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