Coronaimpfung
AstraZeneca erbringt Nachweis der Wirksamkeit

Wie die Schweiz haben die USA bislang mit der Zulassung des von vielen EU-Ländern verwendeten Impfstoffs von AstraZeneca zugewartet. Nun hat das Unternehmen neue Resultate veröffentlicht.

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Nun auch in den USA einen Schritt weiter: Der von der EU breit eingesetzte Wirkstoff von AstraZeneca.

Nun auch in den USA einen Schritt weiter: Der von der EU breit eingesetzte Wirkstoff von AstraZeneca.

Keystone

(wap) Der britisch-schwedische Impfstoffhersteller AstraZeneca hat die Phase 3 des Zulassungsverfahrens in den USA abgeschlossen. Dies teilte das Unternehmen am Montag mit. Die Studien hätten gezeigt, dass das Vakzin in 79 Prozent der Fälle einen schweren Verlauf verhindere. Hospitalisierungen und Todesfälle würden durch die AstraZeneca-Impfung zu 100 Prozent verhindert. Die Analyse basiert auf Daten von rund 32'000 Versuchspersonen. Ein erhöhtes Risiko für Thrombosen sei nicht festgestellt worden, so der Konzern weiter.

Die Schweizer Zulassungsbehörde Swissmedic hat AstraZeneca bislang keine Zulassung erteilt. Die vorliegenden Daten seien nicht ausreichend, hatte Swissmedic im Februar mitgeteilt.

Verschiedene EU-Länder hatten die Impfung mit dem AstraZeneca-Produkt gestoppt, weil nach der Verabreichung in mehreren Fällen Hirnvenenthrombosen aufgetreten waren, zum Teil mit tödlichem Ausgang. Die europäische Arzneimittelbehörde (EMA) kam daraufhin zum Schluss, dass das Risiko vom positiven Nutzen der Impfung aufgewogen werde. Fälle von Thrombosen seien sehr selten und beträfen meist Frauen unter 55 Jahren, so der EMA-Bericht. Die EMA kündigte einen Warnheinweis in der Packungsbeilage an.

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