Corona
Zugang zu Impfstoff: Bundesrat spricht 300 Millionen Franken für arme Länder

Die Schweiz setzt sich in der Coronakrise für einen weltweit gerechten Zugang zu Impfstoffen, Tests und Medikamenten ein. Der Bundesrat unterstützt daher eine Initiative der EU und der G20-Länder.

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Während westliche Länder teilweise im Rekordtempo ihre Bevölkerung impfen, haben Entwicklungsländer das Nachsehen. (Symbolbild)

Während westliche Länder teilweise im Rekordtempo ihre Bevölkerung impfen, haben Entwicklungsländer das Nachsehen. (Symbolbild)

Keystone

(rwa) Die gesundheitlichen, wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der Pandemie sind enorm. Eine besondere Herausforderung stellt die Bekämpfung des Virus für Entwicklungsländer dar. Trotz Fortschritten fehle weiterhin ein breiter und gerechter Zugang zu Tests, Behandlungen und Impfstoffen, konstatiert der Bundesrat. Er hat deshalb am Mittwoch beschlossen, sich an einer internationalen Initiative zu beteiligen. Dafür beantragt er dem Parlament einen Betrag von 300 Millionen Franken zugunsten von Entwicklungsländern, wie es in einer Mitteilung des Aussendepartements heisst.

Ins Leben gerufen wurde die Initiative von den G20-Ländern und der Europäischen Kommission. Ziel ist es, Impfstoffe, Medikamente und Tests zu entwickeln und die Gesundheitssysteme weltweit zu stärken, um das neue Coronavirus effizient zu bekämpfen. Ein Drittel der 300 Millionen Franken soll an die Impfallianz Gavi mit Sitz in Genf fliessen. Eine weitere Tranche ist reserviert für Forschung, Entwicklung und den besseren Zugang zu Tests und Medikamenten. Der Rest soll zur Stärkung lokaler Gesundheitssysteme in Entwicklungsländern eingesetzt werden.

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