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Kommission für Impffragen äussert Vorbehalte gegen AstraZeneca-Impfung

Die Eidgenössische Kommission für Impffragen will den Impfstoff von AstraZeneca noch nicht empfehlen. Es gebe offene Fragen zur Wirksamkeit, so die Begründung.

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Lieferengpässe und offene Fragen zur Wirksamkeit: Für AstraZeneca läuft der Impfstart ruppig.

Lieferengpässe und offene Fragen zur Wirksamkeit: Für AstraZeneca läuft der Impfstart ruppig.

Keystone

(wap) In einer Medienmitteilung hat die Eidgenössische Kommission für Impffragen (EKIF) am Dienstag auf offene Fragen im Zusammenhang mit der Wirksamkeit des Vakzins des Hersteller AstraZeneca hingewiesen. Die Kommission warte deshalb mit einer Empfehlung noch zu und setze vorläufig weiterhin auf die Impfstrategie mit den nachweislich sehr zuverlässigen mRNA-Impfstoffen. Zu diesen gehören die in der Schweiz zugelassenen Produkte von Pfizer/Biontech und Moderna.

Der Impfstoff von AstraZeneca basiert auf einem Schimpansenvirus, das in menschlichen Embryozellen kultiviert wird. Er hat am 29. Januar von der EU-Behörde European Medicine Agency (EMA) eine bedingte Marktzulassung erhalten. Die EU hat bei AstraZeneca 300 Millionen Dosen bestellt, diese werden wegen Lieferschwierigkeiten aber nicht rechtzeitig ausgeliefert. Die Schweiz hat sich am EU-Deal mit einem Auftrag im Rahmen von 5,3 Millionen Dosen beteiligt.

Die US-Zulassungsbehörde FDA hat ebenfalls Bedenken wegen der Zuverlässigkeit des Impfstoffs angemeldet und will mit der Notfallzulassung weiter zuwarten. In Deutschland hat die Ständige Impfkommission empfohlen, den Stoff nur bei Erwachsenen zwischen 18 und 64 Jahren anzuwenden, da es für die anderen Altersgruppen noch zu wenige Daten gebe.