Corona
Hotspot der Schweiz: So will Uri die hohen Fallzahlen bekämpfen

Die Urner Regierung schlägt Alarm. Die hohen Fallzahlen verlangen nach raschen Massnahmen. Der Kanton schliesst deshalb die Skigebiete frühzeitig und will beim Contact-Tracing vorwärts machen.

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Der Leiter des Urner Sonderstabs zu Covid-19, Emil Kälin, informiert die Medien über die neuen Entscheide.

Der Leiter des Urner Sonderstabs zu Covid-19, Emil Kälin, informiert die Medien über die neuen Entscheide.

Keystone

(dvm/rwa) Die epidemiologische Lage im Kanton Uri ist besorgniserregend. Im Kanton sind die Fallzahlen pro Kopf so hoch wie sonst nirgends in der Schweiz. Die Behörden sind alarmiert. An einer eigens dafür anberaumten Medienkonferenz stellte die Urner Regierung am Montag drei Massnahmen vor, welche der Corona-Sonderstab vorgängig neu beschlossen hatte:

  • Vor allem in den Ober- und Mittelstufen soll nun wöchentlich getestet werden. In Primarschulen hingegen setzt die Regierung auf Massentests, sofern es vorher zu Massenansteckungen kommt. Wer sich nicht testen lässt, muss in Quarantäne.
  • Um das Kantonsspital Uri zu entlasten, werden die Urner Skigebiete frühzeitig geschlossen. Nicht dringende Eingriffe können verschoben werden.
  • Beim Contact-Tracing will der Kanton einen Gang hochschalten. Die Rückverfolgbarkeit über 72 Stunden sei wichtig, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

Die Zusammenarbeit mit anderen Spitälern in der Zentralschweiz funktioniere zwar gut, so die Urner Regierung weiter. Trotzdem erinnere man die Bevölkerung an die Einhaltung der Schutzmassnahmen. Die Spitaleinweisungen würden seit Tagen ansteigen. Gehe es so weiter, sei man gezwungen, Patienten in Spitäler ausserhalb des Kantons zu verlegen.

Der Regierungsrat habe diverse mögliche Verschärfungen in seiner Zuständigkeit geprüft. Mit den beschlossenen Massnahmen beschreite man einen Mittelweg zwischen epidemiologisch angezeigten und von der Bevölkerung akzeptierten Massnahmen. Zudem können sich ab Mitte Mai alle Erwachsenen impfen lassen.

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