Corona
Ein Jahr nach erster Corona-Toten: 9331 Menschen sind in der Schweiz gestorben – zwölf mehr als gestern

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) registrierte in den letzten 24 Stunden 1222 neue Infektionen. Zusätzliche zwölf Menschen sind in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Erkrankung verstorben.

Dario Pollice
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Aktivisten zündeten am 21. Februar zum Gedenken an die Verstorbenen in Bern Kerzen an. Heute Mittag gabs eine Gedenkminute. (Symbolbild)

Aktivisten zündeten am 21. Februar zum Gedenken an die Verstorbenen in Bern Kerzen an. Heute Mittag gabs eine Gedenkminute. (Symbolbild)

Keystone

Das BAG meldete am Freitag 1222 Neuansteckungen mit dem Coronavirus für die Schweiz und Liechtenstein. Zum Vergleich: Am Donnerstag waren 1223 neue Fälle gemeldet worden, am Freitag der Vorwoche waren es 1065 neue Fälle gewesen. Damit stagniert die Zahl der Neuinfektionen weiterhin.

In den letzten 24 Stunden meldet das BAG am Freitagamittag zudem 31'726 zusätzliche Coronatests. Die Positivitätsrate beträgt damit 3,85 Prozent. Sie liegt somit auch weiterhin unter dem von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) angegeben Schwellenwert von fünf Prozent, ab dem die Epidemie als ausser Kontrolle bewertet wird.

Todeszahl steigt auf insgesamt 9331 Personen

Seit Donnerstag mussten sich 61 Menschen neu ins Spital einliefern lassen. Weiter teilte das BAG am Freitag mit, dass zwölf zusätzliche Personen in Zusammenhang mit einer Coronainfektion in den vergangenen 24 Stunden ums Leben gekommen sind.

Der Freitag markiert dabei just den Tag vor einem Jahr, als in der Schweiz die erste Person in Zusammenhang mit einer Coronainfektion verstorben ist. Es handelte sich dabei um eine 74-jährige Frau mit einer chronischen Vorerkrankung aus dem Kanton Waadt. Aus Anlass dieses Jahrestages rief Bundespräsident Guy Parmelin am Mittag zu einer Schweigeminute auf:

Mit den zwölf zusätzlichen Todesfällen der vergangenen 24 Stunden steigt die Zahl seit Ausbruch der Krankheit in der Schweiz auf insgesamt 9331 Menschen an. Die Zahlen zu den Hospitalisationen sind laut dem BAG aufgrund von Meldelücken und Meldeverzug jedoch mit Vorsicht zu interpretieren.

Hoch bleibt weiterhin die Reproduktionszahl (R). Sie gibt an, wie viele Menschen eine infizierte Person unter den aktuellen Bedingungen im Durchschnitt ansteckt. Per 23. Februar betrug der sogenannte R-Wert laut BAG 1,04. Er bildet die Infektionslage der Schweiz jeweils von vor 10 bis 13 Tagen ab.

Die mutierten Varianten des Virus machen mittlerweile die Mehrheit der bekannten Fälle aus. Per 1. März betrug deren Anteil an den Neuinfektionen gemäss den BAG-Zahlen rund 72,4 Prozent. Noch am 1. Februar waren es erst 17,4 Prozent gewesen. Mit bisher 4070 laborbestätigten Fällen ist die britische Virusmutation B.1.1.7 dabei am häufigsten verbreitete Variante in der Schweiz. Die Südafrikanische Variante wurde in 171 Proben festgestellt.