Corona
«Der Feind ist das Virus und nicht der andersdenkende Mitbürger»: Guy Parmelin ruft zu Mässigung auf

Der Diskurs um das Thema Impfen wird immer gehässiger. Das hat nun auch den Bundespräsidenten auf den Plan gerufen. Er verurteilte Angriffe auf Politiker.

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Bundespräsident Guy Parmelin spricht vor den Medien in Bern.

Bundespräsident Guy Parmelin spricht vor den Medien in Bern.

Keystone

Mit eindringlichen Worten hat sich Bundespräsident Guy Parmelin vor den Medien an die Bevölkerung gewandt: «Der Feind ist und bleibt das Virus. Nicht die andersdenkenden Mitbürgerinnen und Mitbürger», sagte er. Er beobachte mit grosser Sorge, dass sich die Diskussionen rund ums Impfen in letzter Zeit radikalisieren, so Parmelin. Es brauche den Dialog, aber auch den gegenseitigen Respekt. Angriffe auf Politiker und andersdenkende Menschen verurteilte er scharf. Die Schweiz sei «eine Gemeinschaft» und ohne «diese Gemeinschaft gibt es keine Schweiz».

Er sei als Bundespräsident, Politiker und Mensch überzeugt, «dass der schnellste Weg aus der Krise über die Impfung geht», so Parmelin. Jede Bürgerin und jeder Bürger solle kurz innehalten und sich überlegen, was er tun könnte, damit die Pandemie möglichst bald beendet sei. «Wir haben mit der Impfung einen Ausweg in der Hand», sagte er. (mg)

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