Bundesgericht
Bieler Rentner Peter Hans Kneubühl bleibt verwahrt

Peter Hans Kneubühl, der sich 2010 in seinem Haus verschanzte und auf Polizisten schoss, bleibt verwahrt. Das hat das Bundesgericht entschieden und seine Beschwerde abgewiesen.

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Bleibt weiterhin verwahrt: der Bieler Rentner Peter Hans Kneubühl.

Bleibt weiterhin verwahrt: der Bieler Rentner Peter Hans Kneubühl.

Keystone

Der Fall von Peter Hans Kneubühl sorgte für grosse Aufmerksamkeit im In- und Ausland. Der heute 77-jährige Bieler Rentner hatte sich im September 2010 während mehreren Tagen in seinem Haus verschanzt, das versteigert werden sollte. Er wehrte sich mit Waffengewalt gegen die Räumung und schoss mehrmals. Dabei verletzte er einen Polizisten schwer am Kopf.

Da er als schuldunfähig galt, ordnete das Obergericht des Kantons Bern 2013 eine stationäre Therapie an. Diese wurde 2018 aufgehoben, da sich Kneubühl gemäss den Behörden nicht therapieren lassen wollte. Stattdessen ordnete das Regionalgericht Berner Jura-Seeland 2020 seine Verwahrung an.

Bundesgericht stützt Obergericht

Dagegen wehrte sich Kneubühl zuerst vor dem Berner Obergericht und danach vor dem Bundesgericht – vergeblich, wie das Bundesgericht am Freitag mitteilte. Wie bereits das Obergericht weist auch das Bundesgericht seine Beschwerde ab. Das Obergericht habe sich mit der Sache eingehend und unter jedem Aspekt auseinandergesetzt, heisst es in der Mitteilung. Es habe dabei zu Recht eine psychische Störung von erheblicher Schwere bejaht, an welcher der Betroffene nach wie vor leide.

Das Bundesgericht bestätigte unter anderem auch die hohe Rückfallgefahr des 77-Jährigen für weitere schwere Straftaten gegen Leib und Leben. Zudem sei nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz auf eine Behandlungsunfähigkeit des Mannes geschlossen und den Eingriff in seine Grundrechte als verhältnismässig erachtet habe. (abi)