Bildungsperspektiven
Lehrabschlüsse dürften wegen Corona kurzfristig abnehmen

Die Zahl der Lehrabschlüsse in der beruflichen Grundbildung dürfte bis 2024 wegen der Coronakrise sinken. Danach stabilisiert sich die Lage wieder, wie Szenarien des Bundesamts für Statistik zeigen.

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Pflegeberufe dürften von einer Zunahme der Lernenden profitieren. (Symbolbild)

Pflegeberufe dürften von einer Zunahme der Lernenden profitieren. (Symbolbild)

Keystone

(dpo) Zwischen 2019 und 2021 wird die die Zahl der Lernenden des ersten Jahres wohl um ein Prozent abnehmen. Mit der ansteigenden Arbeitslosenquote würden die Unternehmen kurzfristig weniger Lernende anstellen, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag zu den Szenarien für das Bildungssystem 2020-2029 schreibt. Gleichzeitig dürfe auch die Zahl der Abschlüsse der beruflichen Grundbildung bis 2024 abnehmen, und zwar um drei Prozent gegenüber 2019.

Diese Entwicklung wird gemäss den Berechnungen des BFS aber nicht langfristig andauern. So geht das wahrscheinlichste Szenario ab 2022 bei den Lernenden des ersten Jahres von einer Normalisierung der Lage aus. Zudem dürften auch die Lehrabschlüsse von 2024 bis 2029 wieder um zehn Prozent zunehmen.

Weniger Abschlüsse im handwerklichen Bereich

Dabei werden gemäss dem BFS vor allem in der Informatik sowie beim Pflegepersonal und im Sozialwesen die Gesamtzahl der Lernenden und der Lehrabschlüsse steigen. Hingegen dürfte die Zahl der Lernenden im kaufmännischen, technischen, handwerklichen, industriellen und landwirtschaftlichen Bereich sowie in der Baubranche um weniger als 7 Prozent steigen und diejenige der Abschlüsse gar abnehmen.

Lernende und Abschlüsse der Sekundarstufe II bis 2029.

Lernende und Abschlüsse der Sekundarstufe II bis 2029.

BFS

Weiter sei damit zu rechnen, dass an den Universitäten die Zahl der Studierenden bis 2029 um 13,2 Prozent zunehmen werde, an den Fachhochschulen um 13,8 Prozent und an den pädagogischen Hochschulen 19,3 Prozent. Dabei sollen laut BFS insbesondere die Bildungsfelder Informations- und Kommunikationstechnologie, Pflegepersonal und Elektrizität und Maschinenbau am stärksten wachsen.