Beziehungen Schweiz-EU
Cassis in Brüssel: Der politische Dialog soll wieder fliessen

Bundesrat Ignazio Cassis traf am Montag den Vizepräsidenten der EU-Kommission zum Gespräch. Sie einigten sich darauf, erneut einen politischen Dialog zu etablieren und eine gemeinsame Agenda zu erarbeiten.

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Ignazio Cassis sprach am Montag auch die Assoziierung der Schweiz am Forschungsprogramm «Horizon» an. (Archivbild)

Ignazio Cassis sprach am Montag auch die Assoziierung der Schweiz am Forschungsprogramm «Horizon» an. (Archivbild)

Keystone

Es sei ein «offener und konstruktiver Austausch» gewesen, schreibt Ignazio Cassis nach dem Treffen mit Maros Sefcovic auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Sefcovic ist der neue offizielle Ansprechpartner für die Schweiz. Die beiden Seiten einigten sich laut einer Mitteilung des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) darauf, wieder «einen strukturierten politischen Dialog auf Ministerebene zu etablieren».

Ziel sei es, eine Standortbestimmung vorzunehmen und eine gemeinsame Agenda zu erarbeiten. Diese soll Thema des nächsten Treffens sein, welches am Rande des World Economic Forums (WEF) in Davos stattfinden werde. Cassis habe beim Treffen mit Sefcovic auch die Schweizer Assoziierung am EU-Forschungsprogramm «Horizon Europe» angesprochen, heisst es weiter. Die Verknüpfung zwischen Marktzugangs- und Kooperationsabkommen sei aus Schweizer Perspektive «kontraproduktiv und unverständlich».

Auch der zweite Schweizer Kohäsionsbeitrag sei am Montag Thema gewesen, schreibt das EDA weiter. Sefcovic habe die Freigabe des Beitrags durch das Parlament begrüsst und beide Seiten hätten bestätigt, dass auf technischer Ebene eine Einigung zum Memorandum of Understanding zwischen der Schweiz und der EU erzielt worden sei. (agl)

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