Basel-Biel
Zwei Jahre Baustelle, fünf Monate Totalsperrung: SBB baut Juralinie aus

Auf der Achse Basel-Delémont-Biel sollen die Fernverkehrszüge künftig im Halbstundentakt fahren. Dafür braucht es einen Doppelspurausbau. Die Arbeiten sollen 2023 beginnen.

Drucken
Teilen
Für den Ausbau braucht es laut SBB umfangreiche Geländerveränderungen und Absicherungen.

Für den Ausbau braucht es laut SBB umfangreiche Geländerveränderungen und Absicherungen.

Kenneth Nars

Die Laufental-Linie, die Basel mit der jurassischen Kantonshauptstadt Delémont verbindet, soll stark ausgebaut werden. Neben Verbesserungen im Regionalverkehr ist in einer ersten Etappe der Ausbau des Fernverkehrs in Richtung Biel, Lausanne und Genf geplant – und zwar schon auf den Fahrplanwechsel 2025. Ab dann soll der Fernverkehr im Halbstundentakt fahren. Das geht nicht, ohne einen Teil der bisher einspurig geführten Strecke auf Doppelspur auszubauen. Am Freitag stellte die SBB ihre Pläne dafür vor.

Für 133 Millionen Franken sollen die Bahntrasse im Laufental auf einer Länge von vier Kilometern für die zweite Spur verbreitert werden, wie es in einer Mitteilung heisst. Da sich der betroffene Abschnitt grösstenteils in engem und unwegsamem Gelände befindet, ist der Aufwand entsprechend gross. Laut SBB sind neun bis zu 200 Meter lange Stützbauwerke und entsprechende Abtragungen und Absicherungen im Gelände notwendig. Das bestehende Gleis muss dafür grösstenteils abgebrochen werden.

Projekt liegt öffentlich auf

Beginnen sollen die Bauarbeiten im Frühling 2023. Ab April 2025 soll der Bahnverkehr zwischen Aesch und Laufen für fünf Monate komplett unterbrochen und durch Busbetrieb ersetzt werden.

Der Fahrplan hänge dabei von Einsprachen und Beschwerden im nun laufenden Bewilligungsverfahren ab. In den betroffenen Gemeinden liegt das Projektdossier noch bis am 14. Dezember auf. Finanziert wird das Projekt letztlich vom Bund. Planung und Projektierung werden jedoch von den am Ausbau interessierten Kantonen Jura, Solothurn sowie den beiden Basel vorfinanziert.

Nach der ersten Etappe sollen bis 2035 weitere Ausbauprojekte folgen, so etwa ein Viertelstundentakt im S-Bahn-Verkehr und eine direkte Anbindung des Birstals an den neuen Bahnanschluss beim EuroAirport Basel Mulhouse Freiburg in Frankreich. (wap)

Aktuelle Nachrichten