Aviäre Influenza
Vogelgrippefälle in Deutschland: Bund verordnet präventive Massnahmen

Zahlreiche Fälle von Vogelgrippe sind bei Tieren in Deutschland aufgetreten. Nun ordnet der Bund vorbeugende Massnahmen für einzelne grenznahe Gemeinden an. Nach heutigem Kenntnisstand ist das Virus für Menschen ungefährlich.

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Der Konsum von Pouletfleisch ist laut dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen nach wie vor unbedenklich. (Symbolbild)

Der Konsum von Pouletfleisch ist laut dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen nach wie vor unbedenklich. (Symbolbild)

Keystone

(dpo) Das sogenannte aviäre Influenzavirus H5N8 wurde am 22. März in einem Geflügelbetrieb mit Aufzucht von Junghennen in Deutschland nachgewiesen. Weil viele infizierte Junghennen über mobile Geflügelhändler verkauft wurden, konnte sich die Vogelgrippe über mehrere Bundesländer verbreiten, vor allem aber in Baden-Württemberg.

Nun reagieren auch die hiesigen Behörden. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) ordnet in Absprache mit den kantonalen Behörden präventive Massnahmen an, wie es in einer Mitteilung vom Freitag heisst.

Diese gelten ab Samstag, 10. April, in einigen grenznahen Gemeinden der Kantone Schaffhausen, Aargau und Basel-Land. Konkret darf laut dem BLV Hausgeflügel nicht in eine andere Stallung verstellt werden und Märkte mit Geflügel werden untersagt. Wenn Geflügel zum Schlachthof transportiert oder Geflügel ein- oder ausgestallt werden soll, ist zudem eine Bewilligung durch die kantonalen Behörden nötig.

BLV: Verzehr von Poulet und Eier ist unbedenklich

Überdies müssen auffällige Häufungen von kranken oder verstorbenen Hühnern den kantonalen Behörden gemeldet werden. Geflügelhalter, die noch nicht bei der kantonalen Behörde registriert sind, müssen dies umgehend nachholen, heisst es vonseiten des BLV. Allgemein wird empfohlen, in den betroffenen Gebieten den Auslauf von Geflügel auf den Aussenklimabereich zu beschränken.

Als weitere Massnahme ist bis mindestens am 18. April der Export von lebendem Geflügel, Geflügelfleisch und Eiern aus der gesamten Schweiz verboten.

Nach heutigen Kenntnissen seien keine infizierten Tiere legal in die Schweiz verkauft worden. Die Krankheit ist laut dem BLV weder auf den Menschen übertragbar, noch sei der Konsum von Geflügelprodukten wie Pouletfleisch und Eier bedenklich. Das Bundesamt stehe in engem Kontakt mit den deutschen Behörden und werde die Situation laufend analysieren.

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