Aussenpolitik
Ignazio Cassis zu Schweizer Kandidatur für UNO-Sicherheitsrat: «Ich höre viel Goodwill»

Die Schweiz kandidiert für einen nichtständigen Sitz im UNO-Sicherheitsrat. Aussenminister Ignazio Cassis sieht die Kandidatur auf gutem Weg. Die Schweiz werde international als zuverlässiger Partner wahrgenommen.

Drucken
Teilen
Aussenminister Ignazio Cassis in New York mit UNO-Generalsekretär António Guterres (r.).

Aussenminister Ignazio Cassis in New York mit UNO-Generalsekretär António Guterres (r.).

Keystone

Die Kandidatur für einen nichtständigen Sitz im UNO-Sicherheitsrat hat die Schweiz bereits 2011 offiziell eingereicht. Nun beginnt die Endphase der Kandidatur, im Juni 2022 finden die entsprechenden Wahlen für die Sitzungsperiode 2023 bis 2024 statt. Bundespräsident Guy Parmelin und Aussenminister Ignazio Cassis weilen derzeit für die UNO-Gipfelwoche in New York und weibeln für einen Beitritt der Schweiz.

Nach Ansicht von Cassis ist die Schweizer Kandidatur auf gutem Weg: «Ich höre viel Goodwill und viel Unterstützung», sagte der Aussenminister im «Echo der Zeit» von Radio SRF. Die Schweiz wird laut Ignazio Cassis bei der UNO als zuverlässiger Partner wahrgenommen. «Wir sind bekannt als diejenigen die tun was sie sagen, und sagen was sie tun. Das schafft Vertrauen.»

Schweiz wird Stellung nehmen, wenn sie will und kann

Die Schweizer Neutralität betrachtet der Aussenminister nicht als Nachteil für eine Teilnahme im Sicherheitsrat. UNO-Generalsekretär António Guterres habe ihm gesagt, es sei ein Vorteil, wenn neutrale Staaten wie Schweiz, Österreich oder Schweden im Sicherheitsrat sässen. «Sie geniessen Unparteilichkeit und können als gute Brückenbauer fungieren», so Cassis weiter.

Zum allfälligen Stimmverhalten der Schweiz im Sicherheitsrat sagte der Aussenminister: «Wir werden Stellung nehmen, wenn wir wollen und können und keine, wenn wir erachten, es sei besser nicht Stellung zu nehmen.»

Aktuelle Nachrichten