Armut
Afghanistan: Die Schweiz erhöht ihre humanitäre Hilfe vor Ort

Angesichts der prekären humanitären Lage möchte die Schweiz ihr Engagement in Afghanistan verstärken. Am Mittwoch hat der Bundesrat einen zusätzlichen Beitrag von 33 Millionen bewilligt.

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Die Lage ist nach der Machtübernahme der Taliban prekär: Frauen stehen in Afghanistan für Weizen an.

Die Lage ist nach der Machtübernahme der Taliban prekär: Frauen stehen in Afghanistan für Weizen an.

Keystone

Nach der Evakuierung von Schweizern und lokalen afghanischen Mitarbeitern steht für den Bundesrat nun die nächste Phase an. Er möchte nach der Machtübernahme der Taliban mehr Hilfe vor Ort leisten. Am Mittwoch hat er deshalb seine finanzielle Hilfe für Afghanistan aufgestockt – und zwar um 33 Millionen Franken. Damit unterstützt die Schweiz die notleidende Bevölkerung in Afghanistan in den nächsten 16 Monaten mit insgesamt rund 60 Millionen Franken, wie es in einer Mitteilung des Aussendepartements (EDA) heisst.

Die afghanische Bevölkerung befindet sich gemäss Bundesrat in einer akuten humanitären Notlage. Der drohende ökonomische Kollaps, die anhaltende Dürre und die Hungersnot werde die Zahl der Menschen, die auf humanitäre Hilfe angewiesen sind, noch weiter erhöhen. Weil die Schweiz ihr Büro in Kabul im August vorübergehend geschlossen hatte, arbeitet sie nun eng mit der UNO, internationalen Nichtregierungsorganisationen und dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) zusammen.

Der Bundesrat begrüsst nach eigenen Angaben, dass die UNO für nächsten Montag in Genf eine Konferenz einberufen hat, um die humanitäre Lage in Afghanistan zu diskutieren und die internationale Hilfe für das Land zu erhöhen. (rwa)

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