Apothekerverband: «Die Versorgung mit Masken ist eine Katastrophe»

Fabian Vaucher, Präsident des Schweizerischen Apothekerverbands PharmaSuisse, kritisiert den Bund scharf: Die Apotheken würden an vorderster Front allein gelassen, sagt er.

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Fabian Vaucher vom Apothekerverband PharmaSuisse übt in einem Schreiben heftige Kritik am Bund.

Fabian Vaucher vom Apothekerverband PharmaSuisse übt in einem Schreiben heftige Kritik am Bund.

Keystone

(wap) «Wir fordern jetzt und heute, dass der Eigenbedarf der Apotheken und Drogerien durch den Bund gedeckt wird», schreibt PharmaSuisse-Präsident Fabian Vaucher in einem Statement, dass am Donnerstag an verschiedene Medien verschickt wurde. Das Personal in den Apotheken leiste an vorderster Front wertvolle Arbeit, ohne sich angemessen schützen zu können. Die Nachfrage der Kunden nach Masken könne erst recht nicht befriedigt werden.

«Wir werden seit Wochen mit unseren Anliegen von A nach B und wieder zurück geschickt», kritisiert Vaucher weiter. Einzelne Apothekerverbände hätten begonnen, Masken selbst aus China zu importieren. Der nationale Verband mache nun eine Bedarfsabklärung bei den Apotheken und Drogerien und werde auf eigene Faust handeln müssen. «Der Schweizerische Apothekerverband PharmaSuisse stellt mit grossem Bedauern und Unverständnis fest, dass momentan auf Bundesebene weder die Beschaffung noch die Finanzierung zufriedenstellend koordiniert und gelöst ist», schreibt Vaucher.

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