Abu-Dhabi-Affäre
Kein Gefängnis: Pierre Maudet zu bedingter Geldstrafe verurteilt

Das Genfer Polizeigericht hat den ehemaligen Regierungsrat Pierre Maudet wegen seiner umstrittenen Reise nach Abu Dhabi zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt.

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Keystone-SDA

(wap) Pierre Maudet zeigte sich nach seiner Urteilsverkündung «teilweise befriedigt». Das Gericht hat Maudet wegen Vorteilsnahme zu 300 Tagessätzen zu 400 Franken auf Bewährung verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte eine bedingte Freiheitsstrafe von 14 Monaten gefordert.

Maudet war angeklagt worden, weil er 2015 mit seinem Stabschef und seiner Familie eine luxuriöse Reise nach Abu Dhabi unternommen hatte. Die Reise soll rund 50'000 Franken gekostet und von Kronprinz Zayed Al Nahyan finanziert worden sein. Maudet hatte dies ursprünglich abgestritten und von einer privat finanzierten Reise gesprochen. Später gab er zu, nicht die Wahrheit gesagt zu haben.

Maudets Anwälte erklärten nach der Urteilsverkündung, den Fall weiterziehen zu wollen.