Abstimmung
Die Zuger FDP schert aus und sagt Ja zur Trinkwasserinitiative

Die FDP hat auf nationaler Ebene die Nein-Parole zur Trinkwasserinitiative ausgegeben. Die Zuger Sektion ist da anderer Meinung und sagt Ja.

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Die Trinkwasserinitiative will, dass der Bund keine Direktzahlungen mehr an Betriebe zahlt, die Pestizide einsetzen. (Symbolbild)

Die Trinkwasserinitiative will, dass der Bund keine Direktzahlungen mehr an Betriebe zahlt, die Pestizide einsetzen. (Symbolbild)

Keystone

(haz/mg/agl) Das kommt überraschend: Die FDP des Kantons Zug sagt Ja zur Trinkwasserinitiative. Das hat sie laut Medienmitteilung der Partei an einer online durchgeführten Mitgliederversammlung mit 46 Ja- zu 37 Nein-Stimmen (3 Enthaltungen)entschieden. Die Mutterpartei hat dagegen die Nein-Parole beschlossen.

Die Eidgenössische Volksinitiative fordert, dass der Bund künftig nur noch Direktzahlungen an Betriebe zahlt, welche keine Pestizide einsetzen. In Teilen der Schweiz sei das Trinkwasser bereits heute stark mit Pestiziden belastet und überschreite den Höchstwert für Lebensmittel bis zum 20-Fachen, so die Initianten. Bundesrat und Parlament sprechen sich gegen die Vorlage aus. Gleichzeitig wurde ein indirekter Gegenvorschlag verabschiedet, der in Kraft tritt, wenn das Volk die Initiative ablehnen sollte.

Abgelehnt wird dagegen sowohl von der nationalen wie der kantonalen FDP die Pestizid-Initiative (25 Ja, 56 Nein, 1 Enthaltung). Ein Ja empfiehlt die Zuger FDP ebenfalls zum Covid-19-Gesetz (67 Ja, 8 Nein, 3 Enthaltungen), zum CO2-Gesetz (42 Ja, 36 Nein, 2 Enthaltungen) sowie zum Bundesgesetz über polizeiliche Massnahmen zur Bekämpfung von Terrorismus (45 Ja, 24 Nein, 2 Enthaltungen).