Kongo
Nach Vulkanausbruch Sorge vor neuer Lava in Goma - Schulen bleiben zu

Nach dem Ausbruch des Vulkans Nyiragongo in der Demokratischen Republik Kongo bleibt die Lage in der von Lava bedrohten Grenzstadt Goma angespannt.

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Rund 250 Menschen wurden bei dem Ausbruch getötet.

Rund 250 Menschen wurden bei dem Ausbruch getötet.

Foto: Keystone

(dpa) Der Schulunterricht werde auf unbestimmte Zeit ausgesetzt, ordnete der zuständige Gourverneur Ndima Constant nach einer Krisensitzung in der Nacht zu Montag an. Er reagierte damit auf Berichte über weitere Erdstösse in der Region, die die Furcht vor weiteren Lavaströmen nähren.

Am Vortag waren Einwohner, die ihre Häuser am Samstagabend in Panik verlassen hatten, zögernd wieder zurückgekehrt. Ein Teil des Lavastroms hatte sich Richtung Goma gewälzt, war aber vor der Grenzstadt gestoppt.

Der Vulkan befindet sich im Virunga-Nationalpark, etwa 20 Kilometer nördlich der Zwei-Millionen-Einwohner-Stadt - und damit auch nahe der Grenze zu Ruanda. Die Lavaströme flossen hauptsächlich durch Teile des Nationalparks, hatte der Leiter des vulkanologischen Observatoriums von Goma, Celestin Mahinda, erklärt. Der Park ist Afrikas artenreichstes Schutzgebiet und die Heimat der vom Aussterben bedrohten Berggorillas. Mount Nyiragongo brach zuletzt 2002 aus. Lava zerstörte damals grosse Teile von Goma. Rund 250 Menschen wurden bei dem Ausbruch getötet, 120 000 wurden obdachlos.