Coronavirus
Vier Tote nach SputnikV-Impfung in Russland – Behörden verneinen Zusammenhang

In Russland sind offenbar vier Personen nach der Verabreichung des Corona-Impfstoffs SputnikV gestorben. Einen Zusammenhang gebe es aber nicht, beteuern die Behörden. Die Europäische Arzneimittelagentur EMA nimmt die Fälle ernst.

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Kurz nach der Einnahme von Sputnikk V sind in Russland vier Personen gestorben. Einen Zusammenhang gebe es aber nicht.

Kurz nach der Einnahme von Sputnikk V sind in Russland vier Personen gestorben. Einen Zusammenhang gebe es aber nicht.

Keystone

(chm) Wie das englischsprachige Onlineportal «EU Observer» am Freitag berichtete, sind in Russland vor kurzem vier Menschen nach der Impfung mit Sputnik V gestorben. Es handelt sich um drei Frauen im Alter von 51, 69 und 74 Jahren. Die vierte Person ist nicht identifiziert. Die Fälle seien bislang nicht gemeldet worden. Der Observer hatte jedoch Einsicht in durchgesickerte Akten.

Weiter heisst es, dass die Todesfälle gemäss den russischen Dokumenten herz-, lungen- oder blutzuckerbedingt waren und von Sputnik V verursacht worden sein könnten oder auch nicht. Zudem erlitten sechs weitere Russen nach der Einnahme medizinische Komplikationen und zeigten Symptome wie Atembeschwerden, Krämpfe, Schwellungen oder Bluthochdruck.

Die Echtheit der Daten wurden laut Observer von einem leitenden Virologen am Gamaleya Forschungsinstitut in Moskau, Denis Logunov, bestätigt. Bezüglich der 51-Jährigen wird er im Bericht wie folgt zitiert: «Der Fall wurde untersucht. Es wurde kein Zusammenhang mit der Impfung gefunden.»

Die EMA, die aktuell eine EU-weite Zulassung für Sputnik V prüft, bestätigte auf Anfrage des Observers, dass sie die Akten gesehen habe. Ein russischer Whistleblower habe sie zugesandt. Die EMA erklärte zudem, dass sie alle Berichte ernst nehme und direkt bewerte. In der Schweiz wurde bislang kein Zulassungsgesuch für Sputnik V eingereicht.