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Ein perfekter Start in die Open-Air-Saison

Dan Prochazka aus Niederrohrdorf hatte den ganz besonderen Blick auf das Argovia Fest Gelände - aus seinem Segelflieger.

Flugaufnahme Argovia-Fest-Gelände

Dan Prochazka aus Niederrohrdorf hatte den ganz besonderen Blick auf das Argovia Fest Gelände - aus seinem Segelflieger.

Perfektes Wetter und fantastische Konzerte sorgten beim Argovia-Fäscht für einen Besucherrekord.

Mit so vielen Menschen hatte niemand gerechnet. 80000 Besucher wurden am Argovia- Fäscht an den beiden Tagen gezählt, alleine am Samstag waren es 65000. Selbst als bereits der Hauptact Gotthard spielte, standen die Leute noch eine halbe Stunde Schlange, um ins Festgelände gelassen zu werden. Es hätten aber noch mehr Besucher sein können. Ab 10 Uhr mussten neu eintreffende Besucher abgewiesen werden, die Shuttlebusse nahmen niemanden mehr mit. «Wir mussten entscheiden, ob wir noch mehr Menschen aufs Gelände lassen oder nicht», sagt Roland Baumgartner, Geschäftsführer von Radio Argovia. Die Sicherheit ging schliesslich vor.

Von dem Chaos ausserhalb merkten die Besucher auf dem Festgelände nichts. «Es ist sehr vielfältig mit vielen Ständen und die Bands sind super», schwärmte Astrid Zehnder aus Untersiggental. Die Bands sorgten für Stimmung, sodass die Hände in die Höhe schwirrten, eifrig wurde mitgesungen und mitgeklatscht.

Tolle Stimmung an Konzerten

Auch die Bands genossen die Auftritte. Der Sänger von Dada Ante Portas, Pee Wirz, brachte es mit «fucking Weltklass» auf den Punkt. Er lobte «die tolle Energie, die sich entwickelt». Und Marc Sway bekräftigte dem Publikum: «Das Bild von hier oben ist unglaublich schön!» Er habe aber schon am Morgen gewusst, dass dies ein guter Tag werde. Gotthard zeigten ihre gute Laune, indem sie spontan zehn Minuten länger spielten als geplant, was zwar zu einer Verzögerung bei den nachfolgenden Acts führte, die Stimmung aber noch mehr aufheizte. Davon konnte Baschi profitieren. Bei seinen Songs sang das Publikum stellenweise fast lauter als er selber, insbesondere beim Selbstläufer «bring en hei». Baschi meinte dazu nur: «Das ist so geil, das erlebt man nur einmal.»

Viele Familien am Fäscht

Doch nicht erst auf den Abend kamen die Leute, bereits am Nachmittag war das Festgelände gut besucht. Selbst der noch wenig bekannte Newcomer Larry F, der die Konzertreihe eröffnete, konnte von einem tollen Publikum profitieren. Dies wohl vor allem, weil das Argovia-Fäscht ein richtiger Familienanlass ist. Während der Konzerte waren auffällig viele Kinder im Publikum. Die Musik war auch nicht ganz so laut wie an anderen Open Airs, wo sonst
Ohropax dringend benötigt werden.

Magnet neben den Konzerten waren zudem die zahlreichen Stände. Bereits am Freitag war das Beizli-Fäscht gut besucht und auch am Samstag versammelten sich die Leute zwischen, aber auch während der Konzerte bei den Ständen. Das Angebot war riesig. Im einen Moment drang der Geruch von Kebab in die Nase, um einige Meter weiter von asiatischer Küche abgelöst zu werden. Karussell, Bull-Riding und Auto-Scooter sorgten zusätzlich für Unterhaltung. Und wer dadurch noch nicht genug in Stimmung war, amüsierte sich mit spassigen
Accessoires wie grünen Hüten oder überdimensionierten Rockerhänden. Ein Hit waren auch Getränke in grinsenden rosa Plastikkondomen.

Das Argovia-Fäscht schaffte einen gelungenen Start in die Saison der Open-Air-Konzerte. «Die Musik war super und das Wetter machte perfekt mit», fasste es der Besucher Michael Fassbind zusammen. Dies dürfte neben dem Gratiseintritt der Grund für den Besucherrekord gewesen sein. Das Management muss sich nun überlegen, wie
es den Besucheransturm das nächste Mal bewältigen kann.

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