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Der Feuerteufel von Rupperswil: «Die ganze Feuerwehr ist erleichtert»

Feuerwehrkommandant Erich Hediger ist erleichtert, dass der Feuerteufel gefasst ist.

Feuerwehrkommandant Erich Hediger ist erleichtert, dass der Feuerteufel gefasst ist.

Der 22-jährige Rupperswiler Feuerteufel ist geschnappt. Feuerwehrkommandant Erich Hediger spricht nun über den bekannten Täter.

Silvan Hartmann

Erich Hediger, der Rupperswiler Feuerteufel ist geschnappt und hat gestanden. Sie dürften erleichtert sein?

Erich Hediger: Natürlich. Nicht nur ich bin erleichtert, die ganze Feuerwehr ist froh, dass es vorbei ist. Nach dem Brand im Magazin war bei uns schon diskutiert worden, wer es sein könnte. Als dann noch das Schützenhaus brannte, haben sich alle gefragt: Wo findet der nächste Brand statt?

Der Täter stammt laut TeleM1 aus dem Dorf und soll bekannt sein. Hätten Sie jemals gedacht, dass er aus dem Dorf kommt?

Hediger: Der Täter kann von überall her sein. Es spielt grundsätzlich keine Rolle, woher er kommt. Wichtig ist, dass man ihn hat.

Wie haben Sie darauf reagiert, als Sie erfuhren, dass es einer ist, der im Dorf bekannt ist?

Hediger: Ich weiss – ehrlich gesagt – noch gar nicht, wer es ist. Das ist aber auch nur Nebensache. Wie gesagt: Wir sind froh, dass bekannt ist, wer es ist, und er geschnappt wurde. Denn die Polizei und wir von der Feuerwehr hatten lange Zeit keine Spur.

Als Motiv gab der 22-jährige Täter «Frust über seine persönliche Lebenssituation» an. Was geht einem als Feuerwehrkommandant dabei durch den Kopf?

Hediger:(überlegt lange) Ich habe gestaunt, dass jemand etwas anzünden muss, weil er gefrustet ist. Wenn ich gefrustet bin, suche ich eine Person, mit der ich darüber sprechen kann. Ich kann einfach nicht verstehen, warum man fremde Sachen anzünden und beschädigen muss.

Obwohl nun Ruhe eingekehrt ist und Sie erleichtert sind, herrscht da noch eine Ungewissheit: Der junge Mann will mit dem Brand in der Sporthalle nichts zu tun haben.

Hediger: Ich muss sagen, dass dort zum Glück nicht viel passiert ist. Aber klar: Wir hoffen, dass kein Komplize umhergeht und wir damit abschliessen können.

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