Bevölkerungsstudie

Bald 9 Millionen Einwohner in der Schweiz: Was tun?

Die Einwohner der Schweiz werden immer mehr. Die Schweizer Bevölkerung wird auch immer älter. Bald schon ist jeder vierte Bewohner über 65 Jahre alt. Experten warnen von den Folgen der Überalterung.

In den kommenden 25 Jahren steigt die Einwohnerzahl der Schweiz um knapp 1 Million von heute gut 7,8 auf 8,8 Millionen Personen. Das zeigen die am Dienstag publizierten Bevölkerungsszenarien des Bundesamts für Statistik. Überdurchschnittlich stark steigt die Bevölkerung in den ohnehin schon am dichtesten besiedelten Gebieten in und um Zürich sowie in den Genfersee-Gemeinden zwischen Genf und Lausanne. Hauptursache für das Bevölkerungswachstum ist laut BFS die Zuwanderung. Gebremst wird die Zunahme der Bevölkerung durch die Alterung der Gesellschaft. Der Anteil der Rentner wird gemäss den Prognosen von heute 17 auf 26 Prozent steigen.

Das ist eine Entwicklung «mit potenziell dramatischen gesellschaftlichen und ökonomischen Auswirkungen für die Staatshaushalte und damit für jeden Einzelnen», wie Rudolf Alves von der Allianz Suisse sagt. Die Versicherung hat für die Länder Europas ausgerechnet, was die Alterung finanziell bedeutet. Fazit: In den kommenden Jahrzehnten müssen die Volkswirtschaften bis zu 30 Prozent der Wirtschaftsleistung für Renten, Pflege und Gesundheit ausgeben. Das sieht auch der Soziologe und Altersforscher François Höpflinger ähnlich: «Es ergeben sich vor allem Anpassungsprobleme bei der Sozialpolitik. Die Rentenbelastung der erwerbstätigen Bevölkerung wächst an, ebenso die Knappheit an Arbeitskräften.»Seite 5

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