Leserbrief
Wohnungsknappheit: Schuld ist das Fehlen tauglicher Massnahmen

«Plötzlich im Rampenlicht», Ausgabe vom 31. Januar

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Es ist nicht jedem Jungpolitiker vergönnt, so im grellen Rampenlicht zu stehen mit Homestorys, Teilnahme an unzähligen Talkshows und Pressekonferenzen. Ich mag ihm auch von Herzen gönnen, dass man ihn zu einem kleinen «Star» hochjubelt und seine «Gotte» Regula Rytz ihm eine grandiose Zukunft voraussagt. Trotz aller Euphorie möchte ich hier an das angeblich von Kurt Tucholsky stammende «geflügelte Wort» erinnern: «Das Gegenteil von gut ist gut gemeint.» Das Sorgenbarometer einer vorwiegend mitte-links orientierten urbanen Bevölkerung weist hier etwas in eine andere Richtung. Zukunftsängste in dieser Reihenfolge sind: 1. Stau: 31 Prozent, 2. Bevölkerungswachstum und Dichtestress: 29 Prozent, Umweltbelastung: 28 Prozent, Wohnungsknappheit: 25 Prozent. Auch wenn es sämtliche Mitte-links-Medien vehement in Abrede stellen, all diese Probleme sind praktisch ausschliesslich auf die masslose Zuwanderung «im Schneeballsystem» zurückzuführen. Dieselben rot-grünen Protagonisten, die Bauzonen beschränken wollen, verweigern taugliche Massnahmen gegen die Masseneinwanderung, obwohl dies der entscheidende Faktor für Staus und die Verknappung von Wohnraum ist. Das Bevölkerungswachstum der letzten 10 Jahre ist der Haupttreiber einer fieberhaften Bautätigkeit. Knapp 800 000 Einwohner mehr innert 10 Jahren sind für ein kleines Land mit beschränkten Ressourcen und Landreserven nicht mehr verkraftbar. Die Bevölkerung hat zwischen 1985 und 2009 von 6,4 auf 7,7 Millionen zugenommen. Heute sind wir bei 8,4 Millionen. Dies ist ein Wachstum von 20,1 Prozent – weltweite Spitze. In Genf leben bereits heute pro Quadratkilometer 12 600 Personen, in Basel 7500 und in Zürich 4400. In Berlin und Wien sind es vergleichsweise 4000 respektive 4500 Menschen. Wo waren die Grünen bei den Abstimmungen?

Jede Initiative zur Verhinderung einer Zubetonierung unseres Landes in Ehren, von welcher Seite auch immer, aber man sollte das Übel an der Wurzel packen und nicht einfach Symptombekämpfung betreiben. Das Grundübel ist zweifellos die unkontrollierte Masseneinwanderung von Personen aller Art, deren Kontrolle uns mit dem Rahmenvertrag noch ganz entrissen werden soll. Ich bin überzeugt, eines Tages reisst bei Herrn und Frau Bünzli einfach der Faden, und sie wollen das Heft wieder ganz in die eigenen Hände nehmen, EU, Zwangsvertrag, Bundesrat und Brüsseler Tyrannen-Clique hin oder her!

Noch ein kleiner Trost: Auch wenn die Initiative vom Volk angenommen würde, so gibt es im Nationalrat einen Spezialisten für «Verwässerung» namens Kurt Fluri, der jede Volksmeinung in ihr Gegenteil verkehren kann. Die SVP musste dies schon zweimal erfahren, und Fluri könnte auch hier seinen Zauberstab wirken lassen.

Robert Nieth, Walchwil