Leserbrief
«Wir sind doch nicht Ballenberg!»

«Kommissionen fordern ­kleineres Theater», Ausgabe vom 16. September

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Wer je an einer Führung durch das Luzerner Theater teilgenommen hat, dem bleiben die engen Gänge, die schmalen Treppen, die veralteten Garderoben in Erinnerung, die Künstlern und Mitarbeitenden zugemutet werden. Und niemand wundert sich, dass im Luzerner Theater 2025 endgültig Lichterlöschen ist, weil es baulichen und sicherheitstechnischen Normen schlicht nicht mehr genügt. Die heruntergefallene Decke Anfang Juli 2019 war ein Schuss vor den Bug. Und jetzt verlangen die beiden Eidgenössischen Kommissionen für Natur- und Heimatschutz sowie für Denkmalpflege, dass Luzern diesen Bau saniert, verlangen, dass die Denkmalschutzziele oberste Priorität haben «losgelöst von Betriebskonzept und Raumprogramm». Wir sind doch nicht Ballenberg und kein Freilichtmuseum, in welchem man altes Handwerk und Baukunst bewundert. Das Luzerner Theater hat die Vision eines modernen Mehrspartenhauses. Oper, Schauspiel und Tanz sollen in einem modernen Bau erlebbar werden. Wir brauchen ein offenes Haus für die ganze Bevölkerung mit attraktiver Gastronomie an der Reuss. Einen Begegnungsort für Jung und Alt, Einheimische und Touristen, einen Ort, wo man gern hingeht, wo man sich trifft und stolz ist auf Luzern.

Konstantin Papailiou, Malters

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