Leserbrief
Weniger Spuren hinterlassen

«Coronavirus: Der Shutdown, die Lockerungen und der Ärger über die jeweils anderen», Ausgabe vom 6.Mai

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Leserbriefschreiber Marco Bissig massregelt Leserbriefschreiberin Irene Probst wegen ihrer Ansichten zum Bau von Bike-Trails im Dreilindenwald (Ausgabe vom 4.Mai) Recht hat sie. Mir scheint Herr Bissig weiss nicht was in naher Zukunft punkto Bike und E-Bike in Wäldern, in angrenzenden Tälern und Bergen auf uns, auf die wilde Tierwelt aber auch auf die Natur im Allgemeinen wartet. Die überbevölkerte Schweiz nimmt sich mehr und mehr von den Naturgebieten für ihren Spass. Wandern und Bergsteigen aus eigener Muskelkraft reicht nicht mehr aus, so werden die genannten Gebiete für neue Freizeitvergnügen touristisch urbar gemacht. Wenn es Herrn Bissig interessiert, dann empfehle ich ihm einen Blick auf www.mtbzentralschweiz.ch. Dort wird hochoffiziell mit Steuergeldern in den Zentralschweizer Bergen das schweizweit beste Mountainbike- Paradies entwickelt.

Im Rahmen der Neuen Regionalpolitik (NRP) scheint leider allzu viel möglich zu sein. Es gib zu viele Profiteure, um diese Entwicklung zu hinterfragen. Es freuen sich alle darauf, die Alliierten des Tourismus, die NRP, die Bergbahnen, die Mountainbike -und E-Mountainbike-Hersteller wie auch die Mountainbiker und E-Mountainbiker, etc.

Und clever wie der Mensch ist, wird er neue berg- und landschaftstaugliche elektrisch betriebene Fahrzeuge erfinden, ein Ende ist nicht absehbar. Ich freue mich nicht darauf und damit bestimmt auch nicht jene, die in den Bergen und Wäldern Ruhe und Erholung durch Wandern und Bergsteigen suchen. Ganz geschweige vom Schaden für die Tier- und Pflanzenwelt. Wertvolle Rückzugsräume der Ruhe und Besinnung gehen verloren. Nett sein und alles durchwinken reicht nicht mehr, wir müssen weniger Spuren hinterlassen, sofern wir unsere einmalige Landschaft vor der Ausbeutung schützen wollen.

Max Buholzer, Meggen

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