Leserbrief
Stipendien-Ausgaben müssen wachsen

«Stipendien: Luzern ist im Hintertreffen», Ausgabe vom 5. Juni

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Alle Versuche, die Ausbildungsbeiträge im Budget zu erhöhen, sind in den vergangenen Jahren wegen der bürgerlichen Mehrheit gescheitert.

Dabei zeigen die Jahresrechnungen deutlich, dass die Stipendien vollumfänglich gebraucht werden.

Im Jahr 2015 waren es 13,3 Millionen Franken, die bezogen wurden. Und nun, im Jahr 2018, waren es nur noch 8,4 Millionen Franken. Unsere Fachhochschulen haben heute deutlich mehr Zulauf als noch vor Jahren. Es wäre also nur logisch, wenn auch die Stipendien linear zum Wachstum steigen würden.

Einmal mehr werden minderbemittelte Personen ausgegrenzt und vom Studium ferngehalten.

Ähnlich wie bei den Prämienverbilligungen sind es Familien aus dem unteren Mittelstand, welche benachteiligt werden. Ein Umstand, der nicht haltbar ist. Der Staat ist für die Chancengleichheit in der Bildung verantwortlich. Es ist ungehörig, dass Menschen mit tieferem Einkommen die Lücken der Finanzstrategie des Kantons ausbaden müssen. Die Regierung muss diesen Umstand im kommenden Budget korrigieren und die Beträge, so wie in der Abstimmungsbotschaft zum Stipendiengesetz, auf mindestens 10,5 Millionen Franken anheben. Nötig wären eigentlich mehr.

Josef Schuler, Kantonsrat SP, Hitzkirch