Leserbrief
So nicht! Fussvolk nicht abstrafen

«Das Luzerner Seeufer wird zur Sperrzone», Ausgabe vom 3.April

Drucken
Teilen

Social Distancing, keine Frage. Aber nicht so, wie die Stadt Luzern es für das Wochenende angeordnet hat: Absperrung der Seepromenaden. Das bringt lediglich eine Verlagerung der Spaziergänger auf die weiteren Naherholungsgebiete wie Dietschiberg, Sonnenberg, Bireggwald, Eichwäldli, Allmend und Rotsee. Diese Gebiete sind bereits jetzt schon an sonnigen Tagen gut bevölkert.

Die grösste Gefahr auf diesen Spazierwegen sind die Jogger, die rücksichtslos an einem vorbei respirieren, als ob es die Tröpfchenübertragung nicht gäbe. Für diese Kategorie sollte man sich sehr wohl eine Lösung überlegen. Aber auf keinen Fall darf man das normale Fussvolk, das keinen SUV vor der Türe hat, um das Bedürfnis nach Bewegung in den Naherholungsgebieten der Region zu befriedigen, vom Seeufer verbannen.

Heidi Joos, alt Grossstadträtin, Luzern


Die Massnahmen der Regierung sind zu wenig durchdacht. Sie zwingen die Leute andere Orte aufzusuchen wo sie spazieren können. Lasst uns alte Leute in Ruhe, ich komme mir vor wie ein Schwerverbrecher. Kontrolliert lieber die jungen Leute, die sind uneinsichtig und gefährden uns alte Leute. Gesunde alte Leute sollen spazieren gehen und einkaufen und ihre Selbstständigkeit behalten. Ist es möglich, dass unsere Regierung überfordert ist?

Werner Halter, Luzern

Aktuelle Nachrichten