Leserbrief
Politische Blockaden dürfen wir uns nicht mehr leisten

«Ohne Steuererhöhung droht Kahlschlag», Ausgabe 27. Mai

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Das einmalige Resultat des ersten Krienser Stadtratswahlganges hat deutlich gezeigt, dass die Krienser Wählerinnen und Wähler nicht nur neue Köpfe und eine Verjüngung wollen, sondern angesichts der schweren Probleme auch einen frischen Wind oder eben einen Neuanfang. Dieser kann aber nur gelingen, wenn in Zukunft alle am gleichen Strick ziehen.

Es wäre daher ein schlechter Start, wenn schon wieder eine tragende Partei in die Opposition gestellt wird. Gerade jetzt erwarten wir von den neuen Stadträtinnen und Stadträten dringend, dass sie die Parteipolitik hinter sich lassend gemeinsam Arm in Arm die nötigen Lösungen erarbeiten. Dass die SP mit einer Zweierkandidatur diesen gemeinsamen Aufbruch gefährdet ist schwer verständlich.

Es ist deshalb den Grünen hoch anzurechnen, dass sie als Wahlsieger und mit einem schon gewählten Vertreter bei der Einerkandidatur bleiben und nur einen SP Kandidaten unterstützen, also eine Konkordanz für die nächste Legislatur hochhalten. Die bürgerliche Liste mit Christine Kaufmann(CVP) , Roger Erni(FDP) und Marco Frauenknecht (SVP) respektiert diese Konkordanz auch. Sie soll verhindern, dass der Stadtrat politisch entgegengesetzt der Mehrheit des Einwohnerrates zusammengesetzt wird. Politische Blockaden können und dürfen wir uns angesichts der drückenden Probleme einfach nicht mehr leisten.

In den Wahlen für das Präsidium unterstützen wir beherzt und mit Überzeugung die Kandidatur von Christine Kaufmann, Kantonsrätin (CVP) als Stadtpräsidentin. Sie bringt das nötige Fachwissen, Führungserfahrung und Volksverbundenheit wirklich zur Genüge mit. Es ist wieder an der Zeit: Unser Kriens hat nach Helene Meyer-Jenni wieder eine sympathische und tüchtige Frau als Stadtpräsidentin verdient.

Räto B. Camenisch, Fraktionschef SVP Einwohnerrat Kriens/Kantonsrat