Leserbrief
Kohlenhydratarme Ernährung bewährt sich

«Welche Ernährung schützt vor Krebs?», ZAS vom 16. Juni

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In der letzten «Zentralschweiz am Sonntag» hat uns Frau Dr. Daniela Weiler den aktuellen Konsens in der Medizin betreffs des doch etwas heiklen Themas «Ernährung und Krebs» näher gebracht: gesunde Ernährung kann eine prophylaktische Wirkung haben, aber ist der Krebs mal da, dann wird dieses Thema nebensächlich.

Ich persönlich habe da eine andere Erfahrung gemacht. Vor fünf Jahren war ich wegen eines adenozystischen Karzinoms in Behandlung. Der behandelnde Arzt erwartete, dass beim Tumor ein paar Monate nach dem Ende der Protonenbestrahlung der Absterbeprozess im MRI sichtbar sein wird. Überraschenderweise war der Tumor beim ersten MRI um 40 Prozent geschrumpft.

Ich denke, das war nicht nur eine glückliche Fügung der Natur, denn ich habe kurz vor der Behandlung meine Ernährung umgestellt. Ich wurde auf die «Anti-Krebs-Ernährung» des deutschen Mikrobiologen Dr. Johannes Coy aufmerksam gemacht. In seiner Forschung hat er ein für den Stoffwechsel von Krebszellen zuständiges Gen identifiziert. Mit dieser Erkenntnis und unter Berücksichtigung unzähliger weiterer Studien hat er ein entsprechendes Ernährungskonzept entwickelt. Es soll gerade bei aggressiven Tumoren die konventionelle Behandlung verstärken und die Rückfallwahrscheinlichkeit verkleinern.

Es hat verschiedene Elemente, aber das auffälligste ist die auch im Artikel erwähnte kohlenhydratarme Ernährung. Wenn man denn will, ist die Umstellung nicht so schwierig. Ich habe das als Laie mit dem Buch von Dr. Coy geschafft. Erst im Anschluss an die Behandlung habe ich einen Arzt gefunden, welcher das Ganze dann noch überwacht und in Details nachjustiert hat. Im normalen Alltag ernähre ich mich immer noch so, mit viel Gemüse und viel Fett, schliesslich ist das näher an der natürlichen Ernährung des Menschen und hilft gegen eine Reihe von Zivilisationsübeln wie Übergewicht oder Altersdiabetes.

Eigentlich ist es fahrlässig, dass der Konsens der Medizin diese zusätzliche Waffe im Kampf gegen diese heimtückische Krankheit ignoriert.

Konrad Bucheli, St. Urban

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