Leserdebatte
Kanton Luzern: Braucht es die SP wieder im Regierungsrat?

«Der hartnäckige Generalist», Ausgabe vom 1. März

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Ende März geht es darum, ob der Kanton Luzern auch die nächsten vier Jahre von einer rein bürgerlichen Regierung geführt sein soll. Mir persönlich geht es nicht um Parteien, sondern darum, dass der Kanton sein Potenzial viel kräftiger ausschöpfen muss. Wir Bürgerinnen und Bürger des Kantons Luzern sollten unsere Werte in Form einer dezentralen «Kantonsdebatte» diskutieren und daraus im Kantonsrat eine Zukunftsvorstellung für alle demokratisch erarbeiten. Die daraus entstehenden Vorschläge sollen unser Denken und Handeln bestimmen und nicht immer nur Sparvorgaben. Im Bewusstsein, dass ein heutiger Wechsel in der Regierung zwar keine schnelle Veränderung bringt, aber mittelfristig doch eine andere Ausrichtung ermöglicht, sollten wir der SP wieder Zutritt zum Regierungsrat gewähren. Unzählige kleine und mittlere Betriebe sorgen für die hohe Beschäftigung und für echte Zukunftsperspektiven der Mitarbeitenden und ihrer Familien. Als persönlich geführte Familienbetriebe wissen wir, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das wichtigste Kapital darstellen. Dieses Wissen muss auch wieder stärker im Regierungsrat vertreten sein. Deshalb brauchen wir für den gesellschaftlichen Zusammenhalt die Sichtweise der SP auch in der Regierung, nicht «nur» im Parlament. Jörg Meyer bringt die Sichtweise der Auszubildenden, der sozial Benachteiligten und der KMU-Unternehmer in die Regierung ein und hilft, ausgeglichene Lösungen für den ganzen Kanton zu finden.

Gregor Thaler, KMU-Unternehmer, parteilos, Meggen


Wer die Konkordanz für eine andere Partei einfordert, führt oft etwas Ungutes im Schilde. Jetzt stehen einzelne CVP-Politiker mit dem Argument der Konkordanz hin, um der SP zu einem Regierungssitz zu verhelfen (etwa in Leserbriefen in der Ausgabe vom 25. Februar, die Red.). Es geschieht aus purem Eigennutz. Mit einem linken Vertreter können die beiden CVP-Regierungsräte innerhalb der Fünfer-Regierung schalten und walten, wie sie wollen. Sie können bei Sachgeschäften mal nach links oder nach rechts schaukeln. Die Rechnung ist immer dieselbe: eine 3:2-Mehrheit. Obwohl dieser politische «Zickzack» verpönt ist, die CVP liebt ihn, wie sie es auf kantonaler und eidgenössischer Ebene immer wieder vormacht. Diese Strategie ist durchsichtig und liegt nicht im Interesse eines verlässlichen Kantons Luzern.

Heinz Wild, Luzern

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