Leserbrief
Sicherheitsrisiko wäre um ein Vielfaches grösser

«Freie Fahrt für Velos gefordert», Ausgabe vom 3. Juni

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Die Forderung der SP und der Grünen, das Velofahren an der Hertensteinstrasse jederzeit in beide Fahrtrichtungen zu öffnen, ist meines Erachtens eine schlechte Idee. Die Verkehrslage an der Hertensteinstrasse kenne ich gut, weil mein Elternhaus dort steht und ich oft bei meiner betagten Mutter zu Besuch bin. Von daher weiss ich, dass die Hertensteinstrasse praktisch zu jeder Tageszeit sehr viele Fussgänger aufweist, Passanten und Einkaufende.

Zwischendurch hat es auch Kastenwagen für die Anlieferung von Waren und Postsendungen. Kreuz und quer treten die Leute unvermittelt aus den Läden auf die an vielen Stellen schmale Strasse. Kleine Kinder scheren naturgemäss unachtsam in alle Richtungen aus. Hunde werden an der langen Leine geführt, die zu Stolperfallen werden können.

Schon als Fussgänger muss man stetig aufpassen, nicht mit jemandem zusammenzustossen, was insbesondere für Ältere, nicht mehr so wendige Personen, eine Herausforderung ist.

Ich bin selbst passionierter Velofahrer, habe also nichts gegen diese, brauche aber je nach Bedarf auch den ÖV und das Privatauto. Aus allen Sichtweisen weiss ich, dass sehr viele Velofahrer und schnelle E-Biker, teilweise mit Kinderwagen-Anhängern, von der Zürichstrasse Richtung Zentrum unterwegs sind. Die Anzahl Velofahrer, welche bei Realisierung des Postulats neu durch die Hertensteinstrasse fahren dürfte, wäre also erheblich. Nicht umsonst sind vergleichbar frequentierte Strassen in der Altstadt, wie etwa die Weggisgasse und die Kapellgasse, Tag und Nacht für Velofahrer gesperrt.

Die Postulanten wollen aus Sicherheitsgründen den Veloverkehr von der Route Alpenstrasse-Schweizerhofquai in die Hertensteinstrasse verlegen. Natürlich ist es schade, dass an der Alpenstrasse keine Radspur vorhanden ist, aber spätestens am Schweizerhofquai ist dies der Fall. Das Sicherheitsrisiko an der Hertensteinstrasse bei zeitlich unbeschränkter Öffnung für Velofahrer, wäre meines Erachtens um ein Vielfaches grösser.

Peter Lütolf, Meggen

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