Leserbrief
Gesegnet sei dieses Land...

«Kunden rennen bei Dubler die Bude ein», Ausgabe vom 12. Juni

Drucken
Teilen

Was wäre in der Schweiz, wenn es morgen nur noch Schokoköpfe anstelle von Mohrenköpfen gäbe? Alle Arbeitenden, welche bis jetzt am Morgen zur Arbeit fuhren, würden das auch weiterhin tun. Alle Schülerinnen und Schüler würden wie bis anhin zur Schule gehen. Die Verkaufsgeschäfte wären geöffnet wie gewohnt. Die öffentlichen Verkehrsmittel führen auf den gleichen Strecken, es würde Morgen, es würde Abend.

Aber es gäbe ein paar Mitmenschen, die würden sich freuen. Sie hätten den Eindruck, ihre Gefühle werden ein wenig ernster genommen. Menschen mit dunklerem Teint als der Durchschnitt der schweizerischen Bevölkerung. Menschen könnten sich freuen, ohne dass der Rest der Bevölkerung darunter zu leiden hätte. Wäre das so schlimm? Okay, den Besitzer der berühmten Schoggisüssigkeitenfirma verstehe ich ein wenig. Er müsste zusätzlich zum Einwickelpapier auch den Namen der Website ändern. Übrigens liebe ich die Schokoköpfe besagter Firma! Wenn sich nichts ändert, werde ich auf diese verzichten. Vielleicht aus Sturheit, weil ich nicht verstehe, wieso eine solche Bagatelle so riesige Wellen schlägt. Das ist dann mein Problem...

Regula Zberg-Zgraggen, Silenen


Ich bin zutiefst beleidigt, fühle mich diskriminiert und fordere die Migros auf, das Weissbrot umgehend aus dem Sortiment zu nehmen und der FC Luzern tut gut daran, Jürgen Mohr ab sofort aus der FCL Meistermannschaft 1989 zu verbannen. Gesegnet sei dieses Land, welches sich mit solchen Problemen herumschlagen kann.

Bruno Heutschy, Luzern, alt Grossstadtratspräsident

Aktuelle Nachrichten