Leserbrief
Fahrplan entsorgen und neu überarbeiten

Zum neu erschienenen Fahrplan der Zentralbahn

Merken
Drucken
Teilen

Bekanntlich werden von Seiten des öffentlichen Verkehrs immer wieder angestrebte Verbesserungen vorgestellt. Deshalb ist kaum zu glauben, welche Verschlechterungen der neue Fahrplan der Zentralbahn (ZB) aufweist. Er ist vor kurzem in einer neuen Schrift und mit neuen Zeichen erschienen und auf 15. Dezember 2019 in Kraft getreten.

Während der bisherige Fahrplan von der Schriftgrösse her noch gut leserlich war, sind im neuen Fahrplan Wörter und Zahlen in einer Grösse abgedruckt, mit der viele Fahrplanleser wohl Mühe haben dürften. Da haben sich Leute, die mit der Gestaltung und Erstellung dieses Fahrplanes zu tun hatten, wohl kaum Gedanken darüber gemacht, dass es auch vielen älteren Kunden der ZB möglich sein müsste, den Fahrplan zu lesen, und diese oft nicht ein Handy bedienen können.

Allein schon diese Schriftgrösse ist eine ernst zu nehmende Verschlechterung bei dieser Fahrplanausgabe. Hinzu kommen weitere inhaltliche Verschlechterungen. Die Bahnfahrt Sarnen-Engelberg oder umgekehrt, mit den Umsteigeorten Hergiswil und Stans, war im früheren Fahrplan mit allen Abfahrtszeiten übersichtlich sichtbar.

Im neuen Fahrplan muss man jetzt dazu an drei Stellen nachschauen. Für die Fahrt zu grösseren Städten, wie beispielsweise Zürich oder Bern, weiss man nach dem neuen Fahrplan nicht, wie viel Zeit man in Luzern zum Umsteigen zur Verfügung hat. Im neuen Fahrplan ist nur die Ankunftszeit in diesen Städten angegeben.

Umgekehrt weiss man auch für die Rückreise nicht, wie viel Zeit man zum Umsteigen in Luzern zur Verfügung hat, weil nur die Abfahrtszeiten an den betreffenden Städten angegeben sind.

Im bisherigen Fahrplan waren sowohl die Abfahrts- wie auch die Ankunftszeiten genau ersichtlich. Der neue Fahrplan weist auch aus dieser Sicht krasse Mängel und Verschlechterungen auf, er ist alles andere als kundenfreundlich. Dieser sollte deshalb in den Papierkorb entsorgt und neu überarbeitet werden.

Paul Küchler-von Ah, Sarnen