Leserbrief
«Es gibt zahlreiche wenig begangene Wanderwege»

«Nik Hartmann: Es ist absolut dämlich, jetzt zu wandern», Ausgabe vom 8.April

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Ich verstehe nicht, weshalb Nik Hartmann sich über Wanderer aufregt. Wer in seiner Region auf abgelegenen Wegen und Strassen wandert, tut niemandem etwas zu Leide und gefährdet weder sich noch andere. Klar ist, dass Hotspots wie die Ufer unserer Seen oder bekannte Aussichtspunkte jetzt gemieden werden müssen.

Aber es gibt in der Zentralschweiz zahlreiche wenig begangene und gepflegte Wanderwege. Darauf zu wandern ist keineswegs «dämlich», wie Hartmann meint, sondern im Gegenteil herrlich.

Problematisch scheint mir ein anderes Freizeitverhalten zu sein. Gefährdet das Joggen ohne Gesichtsmaske in Wohngebieten nicht Passanten? An kalten und feuchten Wintertagen ist gut ersichtlich, wie weit der von Sportlern ausgestossene Atem trägt. Besteht nicht ein Infektionsrisiko, wenn Läufer um Spaziergänger kurven oder Hobby-Rennfahrer dicht hintereinander unterwegs sind?

Franz Fischer, Luzern


Nik Hartmann. Über den Artikel dieses Herrn habe ich mich masslos aufgeregt. Wenn er Wanderer und Velofahrer als «Tublen» bezeichnet, so muss er sich gefallen lassen, als arroganter Schnösel bezeichnet zu werden. Herzlichen Glückwunsch zu einem neuen Mitarbeiter. Wanderer und Velofahrer sind meist Bewegungsmenschen, die sehr gesund leben. Bewegung und frische Luft stärken das Immunsystem. Und es besteht kein Ausgehverbot. Wenn man den ganzen Tag allein ist, muss man mal raus.

Trotz meiner 81 Jahre habe ich jeden Tag meine 60 bis 100 km mit dem Flyer gefahren. Habe dabei mit keinem Menschen gesprochen, mein Essen und Trinken mitgenommen. Wie soll ich mich dabei anstecken? Sonst halte ich mich an die Vorschriften der Regierung.

Meine Meinung ist allerdings eine ganz andere. Was jetzt passiert ist eine totale Wirtschaftskrise mit wahrscheinlich mehr Opfern, als Corona verursacht hätte. Und Betroffene, die Corona hatten, sind immun gegen weitere Viren. Jede überstandene Krankheit macht mich stärker. Und niemand gibt die Garantie, dass im nächsten Winter nicht wieder ein neues Virus auftaucht. Und was dann? Ich wünsche allen, die von Corona betroffen sind, gute Besserung. Den anderen, dass sie verschont bleiben.

Günther Rottinghaus, Wolhusen

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