Leserdebatte
Die Gemeinde Horw steht vor einer spannenden Ausmarchung

«Das Duell um den letzten Sitz in Horw», Ausgabe vom 17. Juni

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Am 28. Juni erfolgt bekanntlich die Ausmarchung für den letzten Gemeinderatssitz der Gemeinde Horw. Zur Auswahl stehen Jörg Stalder, L20, und Astrid David Müller, SVP. Jörg Stalder wurde im zweiten Wahlgang der Ersatzwahl vom 28. Juni 2019 für den Rest der Legislaturperiode 2016–2020 neu in den Gemeinderat gewählt und durfte die Leitung des Departements Immobilien und Sicherheit der Gemeinde Horw übernehmen.

Es darf mit Fug und Recht behauptet werden, dass Jörg Stalder, nicht zuletzt wegen seiner grossen politischen und beruflichen Erfahrung (Einwohnerrat von 2000 bis 2011/Einwohnerratspräsident 2004 sowie selbstständiger Architekt) sich sehr schnell in sein Ressort eingelebt beziehungsweise eingearbeitet und während seiner kurzen Amtszeit in der schwierigen Periode der Coronapandemie einen hervorragenden Job zum Wohle der Gemeinde gemacht hat.

Die Abwahl eines amtierenden Gemeinderates mit einem hervorragenden Leistungsausweis wäre für mich unverständlich, zumal das vorgeschobene Prinzip der mathematischen Konkordanz zeigt, dass der L20 als grösster Fraktion im Einwohnerrat ein zweiter Ratssitz zusteht.

Zudem wäre die grundlose Abwahl von Jörg Stalder nach nur einem Jahr eine Verschwendung von politischen und fachlichen Ressourcen sowie der unnötige Verzicht auf fundierte Erfahrung und hohe Affinität zum Ressort – meines Erachtens ein ökonomischer Unsinn, der sicherlich nicht im Interesse des Gemeindewohls läge. Eine neue Mandatsträgerin bräuchte wiederum Einarbeitungs- und Eingewöhnungszeit, bis sie ihr Potenzial in einem sehr komplexen Bereich voll ausschöpfen könnte.

Deshalb wählen wir aus Überzeugung und Verantwortungsbewusstsein für vier weitere Jahre den aktuellen Gemeinderat Jörg Stalder in die Exekutive der Gemeinde Horw und garantieren mit der aktuellen Zusammensetzung des Gemeinderates die gewünschte Kontinuität.

Hansjörg Kaegi, Horw


Der Gemeinderat Horw zeichnete sich in den vergangenen Jahren dadurch aus, dass alle massgebenden Kräfte im Gemeinderat vertreten waren. Zwei Sitze für die L20 entsprechen nicht dem Wähleranteil dieser Gruppierung.

Die Kontinuität und Konkordanz spricht dafür, dass die SVP wiederum Einsitz in den Gemeinderat nimmt. Politik hat viel mit Recht und Gesetzgebung zu tun.

Astrid David Müller würde den Horwer Gemeinderat mit ihrem Wissen markant verstärken. Auch ist es wichtig, dass in der Krise die Fachperson gewählt wird, welche mit den Steuergeldern sorgfältig umgehen kann und die wirtschaftlichen Zusammenhänge erkennt.

Marco Mannhart, Horw


Horwerinnen und Horwer können wählen: eine kühle Anwältin, welche die Aufgaben als Gemeinderätin juristisch angeht, oder einen engagierten, kompetenten Horwer, vertraut mit den hiesigen Verhältnissen.

Jörg Stalder weiss, in Horw wohnen nicht nur Gutverdienende. Er weiss auch, es braucht in Horw eine soziale Politik sowohl für Familien wie für junge und ältere Menschen. Er kennt ihren Lebensraum und will weder Verbote noch Pflästerlipolitik, sondern eine klar ökologische Ausrichtung mit globaler Perspektive. Freiwilligenarbeit kennt Jörg Stalder aus eigener Erfahrung. Fairness im Umgang miteinander ist mehr als ein Lippenbekenntnis zur Konkordanz, an die man nach Bedarf appelliert. Seine Partei, die grün-soziale L20, lebt seit 35 Jahren Gleichberechtigung und fördert eine nachhaltige Sach- und Sozialpolitik.

Martin Eberli, Horw

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