Leserbrief
Bypass Luzern: Wir müssen uns gleichzeitig auf mehrere Arten schützen

Zum Leserbrief «Nationalräte Michael Töngi und Roland Fischer: Fundamental dagegen – oder unter Umständen dafür?», Ausgabe vom 20. August

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Kriens droht mit dem Bau des Bypasses von einer Bau- und Blechlawine überrollt zu werden. Was dagegen tun? Meine Gedanken schweifen in die Bergtäler des Wallis, Tessins oder Graubündens. Die Bevölkerung dort weiss, wie sie mit der Bedrohung von Lawinen umgehen kann.

Einerseits erstellen sie oben in den Hängen Lawinenverbauungen, damit sich die Schneemassen schon gar nicht von den Steilhängen lösen können. Andererseits schützen sie sich mit Dämmen, um eine Lawine, die sich trotzdem löst, zu kanalisieren, um mögliche Schäden zu verhindern. Beide Massnahmen sind für den Schutz der Bevölkerung wichtig. Und sie dürfen auch etwas kosten.

Auch beim Bypass Luzern stehen zwei sich ergänzende Möglichkeit zum Schutz der Bevölkerung an. Das Komitee Bypass Nein erstellt sinngemäss die Lawinenverbauungen am Berg. Damit die Blechlawine schon gar nicht ins Rollen kommt. Das Krienser Komitee für die Einhausung der Autobahn durch die Stadt kanalisiert die Blechlawine, wenn sie sich nicht verhindern lässt. Und schützt so die Bevölkerung der Städte Kriens und Luzern vor deren schädlichen Auswirkungen.

Beides sinnvolle und ergänzende Massnahmen. Daher ist es durchaus kein Widerspruch, in beiden Komitees und beiden «Baustellen» mitzuarbeiten.

Peter Fässler, Kantonsrat SP, Kriens

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