Kommentar
Technik macht das Leben leichter

Technik: Fluch oder Segen? Diese Frage rückt mit künstlicher Intelligenz und Robotern wieder stärker ins Bewusstsein. Die Antwort bleibt dieselbe: Angst vor der Technik braucht nur der zu haben, der ihr mit der Arbeit auch die Verantwortung abgibt.

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Von der Technik braucht man keine Angst zu haben. (Symbolbild)

Von der Technik braucht man keine Angst zu haben. (Symbolbild)

Keystone

Die Vorstellung macht Angst: Roboter ersetzen Menschen. Nichts anderes behauptet Trendforscherin Karin Frick im Interview mit der «Nordwestschweiz».

Und vor ein paar Wochen erklärte der britische Astrophysiker Stephen Hawking, dessen Biografie gerade in die Kinos kommt, dass künstliche Intelligenz dereinst das Ende der Menschheit bedeuten könne. Sein Argument: Technik entwickle sich schneller als menschliche Biologie. Ob Frick und Hawking recht haben, wird sich weisen. Ein Unbehagen bleibt: Verlieren wir die Selbstbestimmung?

Schwarzmalerei ist unangebracht. Wissenschafter weisen darauf hin, dass die Leistung des menschlichen Hirns, kombiniert mit Fähigkeiten wie etwa der emotionalen Intelligenz, derjenigen von Computern in vielerlei Hinsicht überlegen ist. Klar ist jedoch auch: Die Technik hat in jedem Zeitalter das Leben der Menschheit mitbestimmt.

Wir stellen heute zwar fest, dass die digitale Revolution immer tiefer in alle Lebensbereiche vordringt. Doch das ist nicht der zentrale Punkt. Entscheidend ist, dass wir es schaffen, die vielfältigen wie faszinierenden Möglichkeiten der Technik zum Wohle der Menschheit zu nutzen. So könnten Roboter unattraktive oder gefährliche Arbeiten erledigen.

Dass Technik ein Segen sein kann, zeigen Smart-Phones beispielhaft: Ihre technischen Möglichkeiten vereinfachen die Kommunikation und damit unser Leben. Doch sie zeigen auch die Grenzen auf: Sie können die Qualität zwischenmenschlicher Kontakte nicht ersetzen. Der Mensch kann folglich viele Aufgaben von Maschinen und künstlicher Intelligenz erledigen lassen. Angst vor der Technik braucht er erst zu haben, wenn er ihr mit der Arbeit auch die Verantwortung überträgt.

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