Polemik
Schöne Pleite mit Autohändler Rolf Erb

Manchmal lassen sich Fragen schneller beantworten, als einem lieb sein kann. Wie sich ein Autor von Anwälten des Beklagten einseifen und für dumm verkaufen liess.

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Rolf Erb auf dem Weg ins Gericht

Rolf Erb auf dem Weg ins Gericht

Keystone

Manchmal lassen sich Fragen schneller beantworten, als einem lieb sein kann. Am vorletzten Samstag fragte das Magazin des «Tages-Anzeigers», wie solid das Urteil gegen Rolf Erb sei, den Pleitier von Schloss Eugensberg.

Auf mehreren Seiten insinuierte Autor Christian Gerig, Rolf Erb möge zwar ein Geldverbrenner sein. Ein Grund, ihn ins Gefängnis zu schicken, sei das noch nicht.

Es könne sein, dass das Bundesgericht den Fall ans Obergericht zurückweise. Zur Neubeurteilung. Gestern teilte das Bundesgericht mit, die Verurteilung von Rolf Erb sei «bundesrechtskonform». Er muss wegen «gewerbsmässigen Betrugs, mehrfacher Urkundenfälschung und mehrfacher Gläubigerschädigung» eine Freiheitsstrafe von sieben Jahren absitzen.

Damit steht fest: Gerig liess sich von Anwälten des Beklagten einseifen und für dumm verkaufen. Das ist auch eine Pleite für das Magazin. Sein Autor hats am falschen Objekt mit Persil versucht. Eigentlich ist das «Weltwoche»-Journalismus: Stets das Gegenteil von dem schreiben, was man gesunden Menschenverstand nennt.

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