Fussball
Paulo Sousa wie Harry Houdini

Basel-Trainer Paulo Sousa stand unter gehörigem Druck. Doch der Entfesselungskünstler hat sich aus der schwierigen Lage befreit. Kehrt jetzt Ruhe ein? Ein Kommentar.

Sebastian Wendel
Sebastian Wendel
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Paulo Sousa hat alles auf eine Karte gesetzt: die Offensive.

Paulo Sousa hat alles auf eine Karte gesetzt: die Offensive.

Keystone

Paulo Sousa höchstpersönlich kündigte an: «Die Spiele gegen Wohlen, die Grasshoppers und Ludogorez Rasgrad werden wegweisend für den weiteren Verlauf der Saison.» Vor jeder der drei Partien bestand Explosionsgefahr. Eine Niederlage – egal gegen wen – hätte aus dem Gegenwind für Sousa einen Orkan
werden lassen.

Und heute, zehn Tage nach Sousas Parole? Am Ende der kapitalen drei Spiele stehen der Portugiese und
seine Mannschaft mit dem Maximum da: Viertelfinal-Einzug im Cup, Leaderthron in der Super League zurückerobert und in der Königsklasse gute Aussichten auf das erklärte Ziel Achtelfinals.

Paulo Sousa erinnert dieser Tage an Harry Houdini, den berühmten Entfesselungskünstler aus dem letzten Jahrhundert. Der Ungare begeisterte rund um den Globus die Massen, in dem er sich aus lebensbedrohlichen Situationen befreite.

Für Sousa ging es gestern zwar «nur» um das Überleben in der Champions League. Doch mit welcher Souplesse seine Mannschaft Ludogorez niederkanterte, hätten im Vorfeld nicht viele für möglich gehalten.

Auch eine Folge von Sousas Personalentscheiden: Er verzichtete auf die gewohnten Wechselspiele und gab zudem erstmals Topskorer Shkelzen Gashi Auslauf in der Champions League. Der Albaner dankte es mit einer starken Leistung und dem Treffer zum 4:0. Gleichbedeutend mit dem höchsten Sieg der Basler in der Champions League.

Nach der «Woche der Wahrheit» sieht die FCB-Welt wieder rosiger aus. Und mit ihr freut sich die ganze Fussball-Schweiz auf das Gastspiel von Real Madrid.

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