Apple
Nicht schon wieder ein Mac

In den grauen Anfängen – sprich den Achtzigerjahren des letzten Jahrhunderts – waren Apple-Computer etwas für die ganz Speziellen.

Andreas Schaffner
Andreas Schaffner
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Das neue MacBook

Das neue MacBook

Keystone

Der Vater meiner Klassenkameradin war Mathematik-Professor und hatte so ein Ding. Ich werkelte an meinem PC rum und konnte beim Anblick der weissen Kiste der Kollegin nur noch staunen. Seither lässt mich das Thema nicht los: Wie schafft es eine Firma nur, so eine Marke zu schaffen? Heute ist Apple der wertvollste Konzern der Welt, was den Börsenwert betrifft. Apple schafft Massenprodukte, die andere auch herstellen können, und kann gleichzeitig diesen Kultstatus erhalten. Der italienische Schriftsteller und Philosoph Umberto Eco teilte einst die Computer-Welt auf. Er fand bei Apple Elemente des Katholizismus. In der MS-Dos/PC-Welt hingegen Elemente des Protestantismus. Der allumfassende Anspruch von Apple ist seit der Einführung des iPhones nicht kleiner geworden. Während die Apple-Aktie weiter nach oben klettert und ich mich verschämt der Frage nach einem neuen Computer widme, frage ich mich, wer denn heute der Martin Luther der Computer-Welt wäre, der mit dem ganzen Firlefanz aufhören will?

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