Eishockey
Lachen mit Jay-Jay und Sid

Sidney Crosby gilt als der momentan beste Eishockeyspieler der Welt. Seine WM-Teilnahme in Prag sorgt daher für viel Aufsehen, alle wollen mit dem Superstar reden. Doch das kam anders heraus als erhofft. Ein Kommentar.

Marcel Kuchta, Prag
Marcel Kuchta, Prag
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Sidney Crosby, hier während dem Training der Kanadier, ist der Superstar der WM.

Sidney Crosby, hier während dem Training der Kanadier, ist der Superstar der WM.

Keystone

Eine Szene sagt oft mehr als tausend Worte. Es geschah in der Mixed Zone, tief im Bauch der Prager O2-Arena. Die Kanadier hatten eben ihre erste Trainingseinheit beendet, als der kanadische Pressechef in den Bereich trat, in welchem die Spieler mit den Journalisten reden dürfen.

«Hallo, mein Name ist Jay-Jay, ich bin der kanadische Pressechef. Ich weiss, dass ihr alle mit Sidney sprechen wollt. Braucht jemand einen anderen Spieler?» Was folgte, war betretenes Schweigen unter den rund 30 anwesenden Medienleuten. Worauf Jay-Jay in schallendes Gelächter ausbrach, kopfschüttelnd wieder von dannen zog, um wenige Minute später wieder mit besagtem Sidney im Schlepptau aufzutauchen. «Ihr habt eine Minute», liess Jay-Jay grinsend verlauten und beobachtete schliesslich amüsiert das Treiben.

Der Grund für all die Aufregung? Sidney Crosby, kanadischer Superstar in Diensten der Pittsburgh Penguins und erstmals seit 2006 wieder an einem WM-Turnier im Einsatz. Der Rummel, der sich in den kommenden zwei Wochen um den vermutlich besten Eishockeyspieler der Welt entwickeln wird, dürfte beträchtlich sein. Die erste Episode in der erfreulich leeren Mixed Zone war nur ein Vorgeschmack auf das, was noch folgen wird. Jay-Jay wird alle Hände voll zu tun haben, um seinen Vorzeigespieler vor allzu aufdringlichen Reportern zu schützen.

Übrigens: Es gibt aus Sicht der Journalisten kaum einen langweiligeren Spieler als Crosby. Wer sich an den gängigen Sportlerplattitüden erfreut, der darf ihm unerschrocken Fragen stellen und wird dafür mit Perlen der Weisheit wie folgender Aussage belohnt: «Ich kenne zwar keinen Spieler der Mannschaft XY. Aber alle unsere Gegner sind sehr stark.» Aha. Da bestellen wir das nächste Mal vielleicht doch lieber einen anderen kanadischen Akteur. Und jetzt ist auch klar, weshalb sich Jay-Jay so amüsiert hat.

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