Migration
Keine Alternative zur Integration

Die Schweiz ist mit ihrem Asylproblem nicht allein. Und verglichen mit anderen Ländern, wird die Debatte hierzulande auf einem hochstehenden Niveau geführt.

Norbert Mappes-Niediek
Norbert Mappes-Niediek
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Wie die Diskussion auf keinen Fall verlaufen darf, führen die Länder in Osteuropa vor. Der tiefere Lebensstandard ist nur ein Aspekt. Vor allem aber herrscht in Tschechien, der Slowakei, Bulgarien, Ungarn und den baltischen Staaten ein nationalistisch-zynischer Ton vor. Diese Länder schaffen es nicht einmal, ihre eigenen Bürger – namentlich die Roma – zu integrieren. Manche dieser Länder erleben gar einen ähnlichen Grad von Auswanderung wie das eine oder andere Herkunftsland der Flüchtlinge.

Die EU debattiert derzeit über einen gerechten Verteilschlüssel für Flüchtlinge. Diese Bemühungen werden wenig Erfolg haben. Auch mit einer Quote hat – und behält – jedes Land die Möglichkeit, seine Flüchtlinge so schlecht zu behandeln, dass sie eiligst weiterziehen. Auch nach Einführung einer Asylquote in Europa werden die Länder im Westen unweigerlich im Fokus der Migranten stehen. Es braucht darum in diesen Staaten – und die Schweiz gehört hier dazu – eine intelligente Diskussion über die Integration der Flüchtlinge. Man kann es drehen und wenden, wie man will: Das Flüchtlingsproblem ist durch. Wer jetzt nicht rasch mit nachhaltiger Integration beginnt, handelt sich über kurz oder lang ein soziales Problem ein.

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