Germanwings
Katastrophe im Herzen Europas

Wer nicht unter Flugangst leidet, setzt sich ohne mulmiges Gefühl im Magen ins Flugzeug. Verschwendet keinen Gedanken daran, dass ein Unglück passieren könnte.

Dagmar Heuberger
Dagmar Heuberger
Drucken
Die Suche nach dem Flugdatenschreiber nahm rund zehn Tage in Anspruch. Der Stimmenrekorder wurde schon kurz nach dem Absturz geborgen.
39 Bilder
72 Deutsche waren an Bord der Maschine.
Aufgrund der hohen Geschwindigkeit beim Aufprall wurde das Flugzeug in unzählige kleine Teile zerrissen.
Die Absturzstelle liegt auf ungefähr 1600 Metern über dem Meer und ist nur zu Fuss zu erreichen.
Germanwings-Maschine in Frankreich abgestürzt
Die Identifikation der Leichen per DNA-Analyse ist äusserst aufwendig.
Ermittler untersuchen Trümmerteile.
Das Trümmerfeld zeugt von der Wucht des Aufpralls.
Die Maschine wurde in unzählige Stücke zerfetzt.
Der 24. März wird als schwarzer Tag in die Geschichte der Region eingehen.
Die Rettungskräfte konnten die Unglücksstelle nur mit Helikoptern erreichen.
Vor dem Gymnasium der Schulklasse, welche an Bord der Unglücksmaschine ist, werden Kerzen angezündet.
Vor dem Gymnasium der Schulklasse, welche an Bord der Unglücksmaschine ist, werden Kerzen angezündet.
Trümmerteile liegen in der Berglandschaft
Trümmerteile am Absturzort
Trümmerteile am Absturzort
Ein Hubschrauber über der Absturzstelle
Rettungskräfte in der Nähe der Absturzstelle
Rettungskräfte in der Nähe der Absturzstelle
Ein Hubschrauber sucht das Gelände ab.
Die Rettungshelikopter stehen im Tal bereit
Blick aus dem Helikopter auf dem Weg zur Unglücksstelle
Frankreichs Staatspräsident François Hollande nimmt Stellung zum Flugzeugabsturz.
«Ein Schock»: Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Absturz der Germanwings-Maschine in Frankreich.
Germanwings-Manager Oliver Wagner vor dre Pressekonferenz in Köln
Der französiche Premierminister Manuel Valls bespricht sich mit dem spanischen Königspaar
Die Flugkurve auf Flightradar24 der abgestürzten Germanwings-Maschine.
Angehörige treffen am Flughafen Düsseldorf ein
Polizisten vor dem Germanwings-Schalter am Flughafen Düsseldorf
Betroffenheit am Swissport-Schalter in Barcelona
Angehörige des Careteams am Flughafen Düsseldorf
Flughafen-Personal in Düsseldorf.
Die Anzeigetafel am Flughafen Düsseldorf.
Violeta Bulc, die europäische Transportzuständige.
Der Airbus A320 der Germanwings, der abgestürzt sein soll.

Die Suche nach dem Flugdatenschreiber nahm rund zehn Tage in Anspruch. Der Stimmenrekorder wurde schon kurz nach dem Absturz geborgen.

Keystone

Zu Recht. Das Flugzeug ist heutzutage weltweit das sicherste Verkehrsmittel. Auf 1,6 Millionen Flüge kommt ein Absturz. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr starben auf Europas Strassen 25 700 Menschen – durchschnittlich 70 Menschen pro Tag. Das gab EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc gestern bekannt.

Ebenfalls gestern kamen in den französischen Alpen 150 Menschen beim Absturz eines Airbus der deutschen Billig-Airline Germanwings ums Leben. Der Tod dieser Flugpassagiere macht uns betroffen; er beschäftigt uns mehr als jene Menschen, die am gleichen Tag auf der Strasse tödlich verunglückten. Aber auch mehr als ein Flugzeugabsturz in Asien oder in Afrika. Weshalb?

Zum einen ist es die schiere Nähe – eine Katastrophe in Frankreich, im Herzen Europas. Das hat es – abgesehen vom Absturz der Malaysia Airlines in der Ostukraine im vergangenen Jahr – seit mehr als zehn Jahren nicht mehr gegeben. Zum anderen ist es der Gedanke, dass von einer Minute auf die andere so viele Menschen auf einmal ihr Leben lassen mussten. Das macht einem bewusst, dass der Tod auch uns jederzeit und überall treffen kann – in der Luft oder auf der Strasse. Und doch werden wir auch das nächste Mal ohne schlechtes Gefühl ins Flugzeug steigen.

Aktuelle Nachrichten