Theo meckert
Der Einäugige

Theodor Eckert, der Chefredaktor der az Solothurner Zeitung, meckert zwischendurch mal. Dies, zu verschiedenen Themen aus der Region, aus dem In- und Ausland oder ganz einfach sonst aus dem Leben.

Theo Eckert
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Die Grundbotschaft: Wir verpuffen alle viel zu viel Energie und werden die gesteckten Ziele nie und nimmer erreichen. Grundsätzlich richtig, Herr Energieplaner. Da müssen wir alle noch unser Bewusstsein schärfen, einiges dazulernen und das Gelernte dann tatsächlich auch umsetzen. Wollte mich echt auf das Radio-Gespräch einlassen, vielleicht gar Tipps annehmen. Dann der Killer: Moderator zu Herr Energieplaner: «Privatautos verbieten, eine Ihrer Forderungen.» Antwort von Herrn Energieplaner: «Ja, unbedingt, das geht, ich habe auch keines.» Dann schwärmt er von der Busstation direkt vor seiner Wohnung, den Trams, seinem Generalabonnement und seinen Beinen, die ihn überall hintragen.

Haha, das bringt uns wirklich weiter... ein typischer, arrogant angehauchter, ultimativ fokussierter Stadtzürcher (wohl gar aus der Provinz zugezogen), der die Realitäten in unserem Land völlig ausblendet. Lieber Herr Energieplaner, schon mal was davon gehört, dass es in der erweiterten Schweiz verantwortungsvolle Mitbewohner gibt, die nicht bloss aus Spass, durchaus bewusst und höchst rücksichtsvoll motorisierten Individualverkehr betreiben. Vielleicht gar müssen.

Äch, was soll's. Ein Fundi. Chance vertan. Stecker rausgezogen. Strom gespart.

24. Oktober 2012

Digitale Grüsse ohne Herz

Das ist einfach ungerecht, höchst ungerecht sogar und damit verbunden ist erst noch eine völlig demoralisierende Entwicklung. Die Herbstferien, drei lange Wochen, sind verstrichen und ich habe keine einzige Postkarte erhalten. Nicht eine! Wenn es allen so dreckig erginge, könnte man damit ja noch einigermassen umgehen. Aber dem ist überhaupt nicht so. Im Briefkasten lagen etliche tolle Karten mit noch tolleren Grüssen. Jedoch alle ausschliesslich an Livia und Flurina adressiert. So hat zum Beispiel Jana von der Cinque Terre geschwärmt, Madeleine von der Schwäbischen Alb oder Carla vom korsischen Traumstrand. Ist doch echt rührend, wie junge Menschen sich liebevoll und mit grosser Begeisterung der alten Kommunikationsformen bedienen. Derweil die Erwachsenen gnadenlos auf flüchtige Hallos-ich-bin-in-der-Welt-Unterwegs setzen - quick ein SMS hier («essen gut, Bauch voll, Strand leer»), oder wenns hoch kommt, quak ein Kitsch-Bildli mit origineller Legende («hier unsere Sonne, hihihi»). Ja, ja, schon gut, ist ja auch viel einfacher als Karten, Briefmarken und dann noch einem Briefkasten nachzurennen. Alles viel zu aufwendig in den Ferien. Unter uns: Wann haben Sie - nicht Ihre Kinder - die letzte Postkarte erhalten? Ist eigentlich ja ganz banal: Wer keine schreibt, ist ganz selber schuld. Grrr...

30. August 2012

Morgens um sieben

«Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung» - der britische Autor Eric Malpass hat ein Buch mit diesem Titel verfasst und der deutsche Bandleader James Last einen gleichlautenden Evergreen komponiert. Auch morgens um acht und um neun ist die Welt auf der Südseite der Kreuzackerbrücke in Solothurn noch in Ordnung. Das Aaremürli zwischen Ramada und Zivilstandsamt ist verwaist. Das ändert sich um die Mittagszeit (natürlich nicht, wenn es Katzen hagelt). Das Aaremürli wird zum Siestamürli. Spätestens um 14 Uhr sind Schüler und die werktätige Bevölkerung wieder am Bügeln. Mittlerweile sind auch die Erdenbürger mit dunkler Hautfarbe eingetroffen, sie, die es irgendwie nach Solothurn verschlagen hat. Das Aaremürli bleibt Siestamürli für den Rest des Tages. Logisch, zieht es alle ans Wasser, an einen der schönsten Flecken unserer Kantonshauptstadt. Die Welt ist hier auch um 15 Uhr noch in Ordnung und - zumindest auf den ersten Blick - auch in den darauffolgenden Stunden. Ein kurzer zweiter Blick im Vorbeifahren: Die Erdenbürger mit dunkler Hautfarbe sind fleissig am Telefonieren. Aha, Pässe gehen oft verloren, Handy offenbar nie. Mit wem reden die immer? Ein Kollege klärt auf: Sie seien ständig in Kontakt mit dem Heimatland, damit sie so rasch wie möglich heimkehren könnten, wenn es die Sicherheitslage zulasse. Ist doch tatsächlich gut, dass Handys nie verloren gehen.

11. Juli 2012

Hopp nach links

«Für Güter die Bahn», ein gängiger Slogan - ätzender Reizstoff für alle Camionneure in den Schützengraben der Schweizer Verkehrspolitik. Verständlich. Längst nicht alle Güter lassen sich überall auf der Schiene «hin und her bähnlen». Mit andern Worten, für die Feinverteilung brauchen wir den Strassentransport. Aber weshalb machen es uns die Brummifahrer so schwer, sie zu mögen. Eigentlich sind es doch ganz patente Kerle, mit denen man nach getaner Arbeit ungezwungen ein Bier kippen kann. Auf der Autobahn dagegen könnte man sie regelmässig... (nein, nicht ausfällig werden)... dazu auffordern, möglichst immer brav die rechte Fahrspur zu benutzen. Und nur die! Heiliger Strohsack, haben die Lastwagen gestern auf der A1 wieder mal genervt. Blinkerlos nach links ausschwenken, dann auf gleicher Höhe mit dem Kollegen rechts daneben dahindösen und nach einigen Kilometern wieder die Spur wechseln als wäre überhaupt nichts geschehen. Ein einzelner solcher Trucker auf vierzig Kilometern ging ja noch. Wenn aber einer den andern mit diesem Manöver ablöst, könnte man direkt auf die Idee kommen, ein Lastwagen-Überholverbot zwischen Bern und Zürich zu fordern.

20. Juni 2012

Päng Päng

Eine Grrrr-Meldung gestern Dienstag: Mann überrascht Einbrecher in seinem Haus am noblen Züriberg, zückt Pistole und schiesst auf Eindringling (unter uns: Der unerbetene Gast hats überlebt und ist abgehauen). Wie reagieren Herr und Frau Unbehelligt auf solche Meldungen? Onlineportale liefern dazu Feldforschung à discrétion ... schwarz oder weiss, meist aber rabenschwarz. Gerade noch zitieren kann man: «Absolut richtig so. Die Situation hätte auch ganz anders enden können. Einbrecher möchten nicht auf frischer Tat ertappt werden». Einer von schier unzähligen Kommentatoren meint: « Das gehört doch zum Berufsrisiko von Einbrechern» und ein weiterer erkennt gar eine präventive Wirkung: «Das schreckt in Zukunft die Einbrecher ab.» Interessant: Auf den Zürcher Portalen sind etliche Solothurner Einträge auszumachen und dies nicht unbedingt von Chorknaben. Fast scheint es, dass wir hier nicht nur im Westen von Zürich, sondern auch im Wilden Westen zu Hause sind.

12. Juni 2012

Slow down

Manchmal ist es schon zum Haareraufen (was macht Mann eigentlich, wenn es nichts mehr zum Raufen gibt?), selbst die kreativsten Denk- und Handlungsanstösse können zu Zielscheiben werden. Und das geht so: Tausende rädern neuerdings einmal im Jahr mit Muskelkraft zwischen Solothurn und Schnottwil herum. Nein, nicht verschämt auf Feldwegen, sondern völlig unverschämt auf Hauptstrassen. Verbrennungsmotoren ade. Da fährt Euphorie mit. Die vielen Slowuper jedenfalls scheinen bei ihrem Tun ganz glücklich zu sein. Sie lachen herzhaft, machen Sprüche, verköstigen sich genussvoll und hören Musik. Federer-Schwäche und Frankenstärke sind weit, weit weg. Entgegen den Wetterprognosen ist es sonnig und angenehm warm. Das ist definitiv zu viel für einige Miesepeter. Denen schlägt die tolle Stimmung offenbar mächtig aufs Gemüt. Nicht bloss in unserer SMS-Spalte erklären sie die Veranstaltung zum Sonntagsärger schlechthin, und dies mit an den Haaren (an welchen auch immer) herangezogenen Argumenten. Aber, aber, das war doch ein wirklich toller Anlass für Jung und Alt. Vielleicht sollten sich die Stänkerer auch wieder mal etwas frischen Fahrtwind um die Ohren wehen lassen.

9. Juni 2012

Agent Provo...

Auch Solothurnerinnen und Solothurner aus dem oberen Kantonsteil bewegen sich manchmal ostwärts ... also Aargau und so. Deshalb hier die ultimative Warnung an alle, die auf der A1 den Rüeblikanton durchfahren müssen, dürfen, wollen oder wie auch immer: Die AG-Polizisten auf der viel befahrenen Autobahn sind speziell kreative Gesetzeshüter. Sie kontrollieren unsere Fahrkünste und den Umgang mit dem Gaspedal nicht einfach in auffällig bemalten Staatskarossen. Nein, sie tarnen sich in sportlichen Kleinwagen mit gewaltigen Auspuffrohren und lauern den Dingen, die da über den Asphalt gleiten. Könnte ja sein, dass sich jemand zu einem kleinen Beschleunigungsduell hinreissen lässt. So geschehen gestern Morgen zwischen Aarau West und Ost. Da tuckert ein PS-starker VW Golf wie eine graue Maus auf Sonntagsfahrt. Eine Einladung. Nun setzt er seinerseits zum Überholen an. Nein, ich mag die Verfolgung nicht aufnehmen. Im Gegensatz zum Waadtländer, der es wissen will. Die beiden verlassen die Autobahn bei der nächsten Ausfahrt. Ich komme gerade noch rechtzeitig, um mitzubekommen, wie der Beifahrer des Golfs mit einer roten Kelle herumfuchtelt und im Heck der Schriftzug «Polizei, folgen» aufleuchtet. Ganz schön raffiniert, diese Aargauer - man sollte sie eben nie unterschätzen.

8. Mai 2012

Und was regeln wir sonst noch?

Ein Seeländer Kaff macht schweizweit von sich reden: Man will den amtlich verordneten Vegi-Tag einführen und auch durchsetzen. Die örtliche Cervelat-Prominenz klopft sich auf die Haxen, den Metzgern schlägst auf den (Schwarten-)

Magen, den Fleischtigern gehts an die Nieren, einzig den Alkis ist es Wurst, die sorgen sich höchstens um die Lebern. Unter uns: Die (Schnaps-)Idee ist weder Fisch noch Vogel. Und was ist mit den Lactovegetariern, Veganern, Veronesern, Venezianern und Veltlinern? Genau, liebe Lysser, wie wärs, wenn am Vortag des Vegi-Tags bloss das Riechen an Rotweinflaschen erlaubt ist? Und wer den Briefkasten am Tag nach Vegi leeren geht, muss zwingend einen gelben Velohelm tragen?

Überhaupt nichts gegen einen fleischlosen Tag, aber müssen denn in allen Belangen Eigenverantwortung und Selbstbestimmung durch den Fleischwolf gedreht werden? Grässlich, was man heute von Kindsbeinen an alles nicht mehr darf und soll. Gefahr, Gefahr - schon höchst erstaunlich, was unsere Generation so alles überlebt hat.

1. Mai 2012

Läck, dä Gränni

Erinnern Sie sich an Hanspeter Latour und daran, wie das fussballverrückte Berner Oberländer Traineroriginal an der Seitenlinie jeweils seine fetzigen Sprüche auf den Platz hineinschleuderte? «Nei aber ou, du bisch de e furchtbare Gränni, du» - dieser ist mir besonders geblieben. Locker, flockig und doch ordentlich bissig. Wirklich gut. Er lässt sich bei etlichen Gelegenheiten auch immer wieder weiterverwenden ... So zum Beispiel heute: Die Gondelianer sammeln quasi über Nacht rund 36000 Unterschriften für ihr Anliegen. Da muss den Sesselianern der Kiefer runtergefallen sein. Als sie ihn wieder bewegen konnten, rannten sie zu einer Zürcher Zeitung und jammerten drauflos, dass sie bloss 200 Unterschriften zu sehen bekommen hätten und mit den restlichen demzufolge etwas nicht in Ordnung sein müsse. So vom Schiff aus gesehen, würde ich auch sagen, dass da die eine oder andere Willenskundgebung bei der Bundeskanzlei nicht durchkommen würde. Unter dem Strich bleiben aber mit Sicherheit genügend ordentliche Unterschriften, damit den Sesselianern der Kiefer unten bleibt. Nei aber ou, was sit dir für Grännine. Kein Wunder, hat sich das Zürcher Blättli vom Gegränn anstecken lassen und die Botschaft, weinerlicher gehts nicht, an die Leserschaft weitergegeben.

24. April 2012

Ewigi Liebi

Noch haben die Franzosen nicht entschieden, wer die nächsten Jahre im Élysée-Palast hausen darf. Unbestritten ist für sie jedoch, dass die Liebe ihr Alltagsleben weiterhin begleiten soll. Romantischer gehts nicht: Die Brückengeländer über die Seine in Paris sind voller Vorhängeschlösser in allen Grössen. Und es werden täglich mehr. So schön, so toll. Selbstverständlich kommt der Schweizer Realo nicht auf Anhieb hinter das Geheimnis dieser Dekoration. Nein, Performance-Künstler haben nicht zugelangt. Es ist viel banaler: Liebespaare tun es. Getrieben von (Frühlings-)Gefühlen ketten sie sich gemeinsam symbolisch an(einander). Und zwar für immer, denn den Schlüssel werfen sie danach gleich hinab ins Wasser (ich hoffe mal, den Zweitschlüssel auch). Also, liebe Solothurnerinnen und Solothurner, wie stehts um Ihre Schmetterlinge im Bauch? Jürgen Hofer von Solothurn Tourismus, lassen Sie sofort einen Maschendrahtzaun an die Geländer der Fussgänger- und der Wengibrücke anbringen! Wetten, dass auch bei uns in Kürze Schlösser daran hängen werden. Solothurn - DER Anziehungspunkt für alle Verliebten der Schweiz. Ausser in unseren ausgetrockneten Amtsstuben kommt jemand auf die Idee, das Ganze als Umweltverschandelung zu taxieren. Könnte leider sein.

12. April 2012

Biel statt USA

Was? Sie auch? Gehören Sie tatsächlich zur Kategorie «ich muss hier mal raus ..., Kontinent ade» und fliegen kurz für ein Wochenende zum Shoppen und Abhängen nach New York? Nicht wirklich, oder? Ist doch ein typischer Städterfurz. Wir hier auf dem Land wissen noch instinktiv, wie unser ökologischer Fussabdruck auszusehen hat. Ausser, wenn wir mit dem Auto rasch beim Kiosk um die Ecke Zigaretten holen gehen. Nein? Richtig, das war einmal. Wer es nicht schon immer war, ist inzwischen längst zum Nichtraucher mutiert und fährt Velo. Gesund und entschleunigt. Entschleunigung, ein grässlicher Begriff und doch macht er mir echt Eindruck. Nicht das Wort an sich, vielmehr was es ausdrückt: Nicht ständig mit hundertfünfzig durchs Leben flitzen, nicht permanent mit der ganzen Welt online sein, mal fünf Minuten einfach nichts tun und sich dabei erst noch wohl fühlen. Riecht doch schwer nach Lebensqualität. Vergangene Woche wurde das neue Aareschiff in Betrieb genommen. Die MS Rousseau - eine Grossmeisterin der Entschleunigung. Sich Thrombosefrei nach Biel schaukeln lassen. Abhäng-Faktor zehn und weshalb zum Shoppen in Biel nicht einfach ein Dreierpack Socken vom Wühltisch... vielleicht gibt's ja blau-weiss-rote mit 50 Sternen drauf.

7. April 2012

War das nötig, alter Mann?

Mit 9 Strophen und 69 Zeilen schreibt sich ein Nobelpreisträger zurück zu seinen Wurzeln: Günter Grass, ehemaliges Mitglied der Waffen-SS und damit in den Diensten Hitlers, ist der Ansicht, dass Israel mit seinen Atomwaffen den Weltfrieden gefährde. Dass Iran den Holocaust leugnet und den Judenstaat vernichten will, lässt der 84-Jährige grosszügig aus. Gut möglich, dass es an seinem Alter liegt. Es soll vorkommen, dass die einen gewisse Sachen durcheinanderbringen, die andern zu zornig-verbitterten Männern mit egozentrischen Allüren mutieren. Im Politteil des deutschen «Tagesspiegels» aufgeschnappt: «Zu befürchten ist, dass sich hier einer um den Ruhm schreibt, wenigstens um den Ruf, dass er was zu sagen hätte. (...) So ist es nicht. Seine Worte sind ein Schlag gegen moralische Integrität. Weisheit spricht aus seinen Worten nicht; er wägt nicht, er weiss nicht. Was übrig bleibt? Das Alter.» Nun, Grass kanns egal sein: Das Feuilleton wird ihn für seine skurrilen Wortaneinanderreihungen kritiklos begleiten, schliesslich ist Grass ein geschätzter Kulturtäter. Tät er doch einfach den Mund halten. Mit der «Blechtrommel» hat er Weltruf erlangt - jetzt schreibt er bloss noch Blech und trommelt taktlos.

3. April 2012

Manche Banker im Dilemma

Fussball ist und bleibt Fussball, da muss man nicht ständig herumschrauben: 22 Kicker, Pardon, Ballkünstler, 1 rundes Leder, und das soll möglichst oft in einem der beiden Tore deponiert werden. Ein leicht verständliches Spiel, das dennoch immer wieder zu heftigsten Diskussionen und noch mehr Anlass gibt. Die Besten in der Schweiz messen sich in der Nationalliga A. So hiess die oberste Klasse jedenfalls, als wir selber noch auf kaum befahrenen Strassen einem Pelé oder Herrn Beckenbauer nacheiferten. Deren Nachfolger verdienten in der Folge bei ihrem Tun immer mehr Geld. Doch das spielte keine Rolle, denn Geld war und
ist in dieser Sportart immer genügend im Umlauf. Eines Tages konnte jedenfalls jemand mit einem dicken Portemonnaie die vertraute «Nati A» nach seinem eigenen Firmennamen benennen. Super, diese League. Zum Glück haben wir uns nie daran gewöhnt, denn nun blättert eine Bank ihr (oder unser?) Geld hin. «Raiffeisen Super League» sollen wir nun schauen. Bin mir fast sicher, dass die Angestellten von UBS oder SoBa dabei demonstrativ vom Nationalliga-A-Fussball reden werden.

2. April 2012

Alle reden von O

Verflixt und zugenäht: Solothurn ist doch der wahre, der einzige Mittelpunkt des Kantons. Die Stadt zieht selbst an den himmeltraurigen Novembertagen alle in ihren Bann. Doch jetzt spricht die ganze Schweiz nur noch von O..., O..., ach wie heisst schon der Ort, irgendwo dort unten, dort, wo sich alle Eisenbahnschienen gute Nacht sagen. Richtig: Olten. Der «Tages-Anzeiger» schreibt grossflächig darüber, gestern nicht minder sparsam die «NZZ am Sonntag» und selbst der halbwelsche Peter Rothenbühler kommt in der «SonntagsZeitung» nicht um die Dreitannenstadt mit den zwei Stadtpräsidenten herum: Den, der das Amt (noch) ausübt und den heimlichen (manchen gar unheimlichen), der auf dem Sprungbrett ganz gehörig zu wippen begonnen hat (wenn der so munter weiterhüpft, könnte der vorne tatsächlich auf die Schn... fallen, kommentieren bereits einige Zuschauer). Olten sorgt mit dem heiss begehrten Stadtpräsidium für Furore und selbst Grenchen hat eine höchst schillernde Figur im Amt. Wie kommt dieser Rothenbühler bloss zum Schluss, dass «es in der Schweiz keine charismatischen Stadtpräsidenten mehr gibt». Der dachte doch nicht etwa an..., ach, was weiss denn der.

29. Juni 2011

Schöne Ferien

In seinen Sommerferien meckert er nicht. Wobei, was heisst da schon Entspannung. Eigentlich hätte diese Kolumne voll durchgezogen werden sollen. Doch Sämu meint, das sei gar nicht möglich.

Mit meinen geschundenen Händen könne ich in den kommenden Wochen mit Sicherheit keine Tastatur mehr bedienen. Und er werde nie und nimmer zum Diktat antanzen.

Sämu ist ein Schlitzohr. Nach der halben Flasche Wein legt er sein Projekt auf den Tisch: Er will in den grossen Ferien im Garten ein Blockhaus bauen. Man beachte, nicht bauen lassen. Dann ist die Flasche leer, die zweite entkorkt und ich bin der Handlanger. Widerspruch im Rotwein ertränkt. Das ist ein paar Wochen her. Im Gegensatz zu mir hat Sämu das Baupro-jekt nicht vergessen. Hallo..., kein Mittelmeer, keine Ostsee. Schön hiergeblieben und Ärmel hochkrempeln. Flache Begeisterung am FamiIientisch.

Das wird hart, meck, meck. Aber Ihnen wünsche ich eine schöne Sommerpause. Bis später.

8. Juli 2011

Relativ naiv, alternativ?

Begeben wir uns gemeinsam auf die Autobahn. Auf die gut besuchte A1. Das ist eine Formulierung eher defensiv. Die Benutzer dieser Strasse dagegen behandeln das Gaspedal nicht selten offensiv bis primitiv. Ihr Verhalten ist sehr oft kollektiv. Hier deshalb ein Gedanke mehr perspektiv, obwohl, eigentlich ist er definitiv kontraproduktiv.

Wir alle kennen die lange Gerade, vorbei an der Fabrik, die so gute Kaffeemaschinen nicht bloss für Tennisspieler macht. Das auffällige Plakat des Ballkünstlers ist inzwischen weg, während am Kühlhaus einige Meter weiter Richtung Österreich oder Italien, immer noch Hingucker der andern Art hängen (wieso denn eigentlich?).

Nun, das treibt hier nicht die Wörter an. Es geht um die fix montierten Tempomess-Kästli auf dem Mittelstreifen des Highways weiter oben. Hier soll Flitzern das Flitzen ausgeflitzt werden. In der Praxis geht das so: Ahnungslose Neuenburger und Walliser, meist überflott unterwegs, halten nach dem Plakat des Tennisspielers Ausschau und klick, hat es sie geblitzt. Die souveränen Solothurner und Berner hötterlen mit Tacho 110 km/h cool am Radar vorbei und machen sich danach mit Vollgas auf die Verfolgung der Welschen.

Ist eigentlich noch niemand auf die Idee gekommen, zweihundert Meter nach der Fixstation die Vitesse nochmals zu eruieren? Es soll schon wesentlich fiesere Fallen gegeben haben. Zugegeben, das war jetzt überhaupt nicht objektiv, eher demonstrativ provokativ.

7. Juli 2011

Papierriss

Konrad hat sich nach langer Zeit wieder einmal gemeldet. Ist schon o.k. Umgekehrt war es ja auch nicht besser. Macht aber nichts. Männer funktionieren trotzdem. Wir sind rasch mitten in einem ordentlichen Gespräch.

Doch die helle Stimme des einst so fidelen Konrad ist tiefer und trauriger geworden. Er erzählt von seinen vielen Kaninchen, seinen Velofahrten und dem immer loseren Kontakt zu seiner Tochter in Dänemark. Und etwas hängt noch in der Luft. Es will nicht raus. Also muss sich Konrad meine Velofahrten anhören und er erfährt vom unbändigen Überlebenswillen unserer drei Meerschweinchen.

Das Stichwort Überlebenswille hat Konrad geknackt. Es war der richtige Schlüssel zum verschlossenen Konrad. Nun kommt er, der eigentliche Grund für seinen Anruf. Habe nicht gewusst, dass Konrad inzwischen bei der Papieri in Biberist arbeitet. Er würde noch gerne lange dort arbeiten. Konrad glaubt nicht daran. Ich versuch es mit «die Hoffnung stirbt zuletzt». Ich weiss, das ist Optimismus an der Grenze zum Zynismus.

Konrad war schon immer ein unbeugsamer Realist. Er kontert barsch: «Die Hoffnung starb zuerst.» Wenn kein Wunder geschieht, wird Konrad mit seiner Einschätzung richtig liegen. Die Enttäuschung hat er inzwischen beinahe abgebaut. Andere haben damit noch gar nicht begonnen. Konrad mag einfach nicht, wenn ihm jemand ein X für ein U vormacht. Ich kann ihn verstehen. Eine Hoffnung stirbt aber tatsächlich zuletzt: Dass die vielen Konrads eines Tages wieder fidel sind.

6. Juli 2011

Bubi ist so gut

Leserreaktionen sind eine hilfreiche und bereichernde Sache. Dieses Pingpong ist toll. Fast immer wenigstens. Wir schätzen es, wenn uns Leserinnen und Leser auf Fehler hinweisen, die selbst in der Hektik nicht hätten passieren dürfen.

Oft kommen auch Anregungen und Verbesserungsvorschläge. Ist doch gut, auch uns ist die Weisheit nicht mit dem Löffel verabreicht worden. Und vergessen wir schliesslich all die Fährtenleger nicht, die uns an begrabene, stinkende Hunde heranführen. Vielen Dank, die hängen wir gerne an die grosse Glocke zum Auslüften. Doch wie angedeutet, das Pingpong kann in Einzelfällen ätzend sein. Wir spielen zwar manchmal auch zweihändig.

Aber wenn auf der andern Seite des Tisches einer mit der ratternden Motorsäge droht, sämtliche Schreiberlinge in der Luft zu zersägen, hat sich der eine oder andere schon überlegt, wie und wo er eigentlich bestattet werden möchte. Doch die Krönung des Tages bilden die selbstgefälligen Arrogantlinge. Das geht so: Sie melden, dass ihr Bubi der grösste, der beste sei und draussen in der Welt Erfolge feiere. Der habe es überhaupt nicht nötig, im Lokalblatt zu erscheinen und er als Vater brauche das sowieso nicht.

Danach kommen ellenlange Vorwürfe mit der Aufforderung, das Chäsblatt soll doch trotzdem gefälligst seitenweise über Bubi berichten, schliesslich würde er, Papi, ständig von allen Leuten auf das zu dürftig beachtete Bubi angesprochen. Jetzt dürfte eine Motorsäge mehr über den Ladentisch gehen.

5. Juli 2011

Nur Worte

Wir alle leiden zuweilen am Leben. Künstler tun es öfters und bei Schriftstellern wird man den Eindruck nie ganz los, dass sie immer in diesem Zustand verharren.

Sie, die ihrer Sensibilität, dem Beobachtungsdrang, den Gedanken ausgeliefert sind. Sie, die über ihren Tellerrand hinaus das Universum und mehr im Auge haben möchten. Sie, die erschaudern, wenn der Mief vor der Haustüre durch die Ritzen dringt und ihr zelebrierter Scheinautismus sich vor dem Spiegel als Eitelkeit herausstellt.

Sie, die wissen, dass allein das Aneinanderreihen von Worten niemanden satt macht, den entzündeten Blinddarm in der Bauchhöhle platzen lässt und keinen Bachstein in eine Hausmauer verwandeln wird. Und dann gibt es bei der 20. Austragung einer Auszeichnung doch noch die grosse Ehrung.

Konflikt, Konflikt. Peter Bichsel erzählte einer Zeitung aus Zürich, er habe den Solothurner Literaturpreis nicht annehmen wollen Weiter mokierte sich der Preisträger im Blatt über die Sponsoren, er machte sich über den Begriff «schönste Barockstadt» lustig, er bezeichnete Orte an der Aare als «Aufschneiderstädte». Ein Häusermeer an der Seine dagegen sei der Himmel auf Erden. Was gibt es Provinzielleres, als an seiner Provinz zu leiden? Kalte, leere Sätze. Einfach so hingeworfen.

Der Schreiber von der Zeitung aus Zürich hat mit dem Solothurner gesprochen. Aber verstanden hat er in nicht. Bichsel ist eben kein Mann von Minuten.

4. Juli 2011

Zahlensalat

Können Polizisten Zahlen lesen? Davon kann man ausgehen. Können aber auch alle Polizisten Zahlenreihen, die sie vor ihrer Linse haben, korrekt wiedergeben?

Das setzt voraus, dass die Ziffern im Kopf verarbeitet und letztlich in der richtigen Reihenfolge zu Papier gebracht werden können. Und in dieser Hinsicht schwingen bei Radarkasten-Auswertungs-Gendarmen zumindest leise Zweifel mit. Oder stimmt es ganz einfach, dass Gier blind macht? Einmal verdrehte Autonummern sind kein Mal. Und zweimal ist nicht immer.

Trotzdem potz Blitz: Die Falle schnappte bei Kari zu und die stolze Rechnung flatterte bei Hubert in den Briefkasten. Welcher Hubert misstraut schon den Hütern des Gesetzes? Glaubt nicht jeder Hubert, dass sie Autoschilder korrekt ablesen und zuordnen können? Doch halt, besser kri, kri, kritisch sein und meck, meck, meckern, falls ungerechtfertigte Radarpost die Galle reizt. Völlig gallig wirds, wenn die obrigkeitsgläubigen Huberts einfach mit dem Einzahlungsschein zur Post rennen.

Das wären unter dem Strich gleich drei Beschissene: Hubert, der Bussenzahler, der gar nicht der Sünder ist, Kari der Sünder, der gar nichts von seinem Glück erfährt und dessen Grosskinder, die deshalb das neckische Geschichtli nie erfahren werden. Nicht gerad flott.

Also, liebe Freunde und Helfer: Nach jedem Blitzlichtgewitter kühlen Kopf bewahren. Unter uns: In beiden Fällen haben die braven Huberts die Verwechslung im letzten Moment doch noch bemerkt.

1. Juli 2011

Der Mann ohne Kanister

Die Stadt Solothurn ist einfach unerreicht. Im unbestritten schönsten Städtchen weit und breit kommen selbst die einfachsten Gemüter ab und zu auf ihre Rechnung. Lob, Lob, löblich (keine Bange, die Rubrik wird ihrem Ruf schon noch gerecht).

Gestern, kurz nach einem erstaunlich geschmackvollen Ranzenfüller in Form eines Sandwichs, vor der Rythalle: Die blau bemalten Parkplätze sind rar und der Kampf um die freien Felder entsprechend hart. Selbstverständlich hat es der mit dem grossen Schlitten geschafft.

Der Jüngling im Mini hatte keine Chance. Entsprechend bissig schaut er drein und macht hinter Glas irgendwelche Fingerübungen in der Luft. Sie dürften etwas zu bedeuten haben. Der Mann im Schlitten ist ein ganz cooler Hund. Null Reaktion (auch möglich, dass er gar nichts mitgekriegt hat). Der Kleine haut ab und aus dem Grossen schält sich ein ... ordentlich Fetter. Aber oho, ein Typ mit Klasse: eleganteste Schuhe mit tadellosen Absätzen, ein feiner Stoff am Bein, ein schneeweisses Hemd am üppigen Leib, eine dezente, perfekt gebundene Krawatte.

Sein Blick schweift in die Runde. Die Welt scheint in Ordnung. Jetzt dürfte er gleich seinen faltenlosen Veston vom Rücksitz nehmen. Ja, er greift in den Schlitten und nimmt, nimmt - ein Oberteil eines Kampfanzuges 69 heraus. Zack, gleich noch das passende Käppi dazu, die schwarze Brille aufgesetzt und ab geht es Richtung schönstes Städtchen weit und breit.

Ich glaub, ich spinne. Oder tut es doch eher der andere. Immerhin, Benzinkanister trägt er keine davon.

30. Juni 2011

Heikle Baustelle

Wo baut man Atomkraftwerke am besten hin? Auf einer erdbebengefährdeten Insel eher nicht direkt ans Meer. Zwischen die Start- und Landepisten eines Grossflughafens ist wohl auch nicht besonders weitsichtig.

Auf die Idee, einen Nuklearreaktor direkt unterhalb eines Stausees hinzupflanzen, darauf muss man auch erst kommen. Zumal die beiden Bauwerke nicht irgendwo im Niemandsland errichtet wurden, sondern im Vorzimmer der Hauptstadt eines dicht besiedelten Kleinstaates.

Hallo Bern, hallo Mühleberg. Die Anlage liefert seit Jahren vergleichsweise günstigen Strom und seit Jahren vergleichsweise groben Diskussionsstoff. Die Mängel sind längst bekannt, manche versuchsweise unter den Teppich gekehrt: «Alles im grünen Bereich», ertönt das Endlostonband der Bernischen Kraftwerke, derweil die wachsende Gegnerschaft nicht müde wird, die Finger auf die wunden Punkte zu legen.

Ab und zu die Finger verbrennt sich die Berner Regierung mit Äusserungen, die jedem Langsamdenker schnell deutlich machen, wie wenig Mühleberg in der Rolle als Lieblingskind hergibt. Völlig den falschen Finger verbunden hat sich nun die Betreiberfirma. Aus dem Nichts heraus zieht sie ihr sicheres AKW unplanmässig aus dem Verkehr. Neue Forschungsresultate liegen seit wenigen Stunden vor. Dem sagt man Superreaktion in der Kommandozentrale des Superreaktors.

Absolut nie für möglich gehaltene Erkenntnisse haben diesen Aktivismus ausgelöst: Bei extremen Hochwassern kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Siedewasserreaktor ungekühlt weiterköchelt. Das Vertrauen in Mühleberg sinkt mit jedem ausgespuckten Stromstoss. Stossend, abstossend, abstossen.

29. Juni 2011

Zu kreativ

Gibt es sie eigentlich noch, die genialen Verkäufer, die auf Jahrmärkten den Hausfrauen Gemüseraffeln demonstrieren, als würden sie Dildos anpreisen? Schnurris der Klasse Triple A. Mit Bestimmtheit gibt es die Freunde noch, welche während des Mittagessens anrufen, oder abends, wenn endlich das kühle Blonde entdeckelt ist. Ihr Unterhaltungswert ist doch deutlich reduziert: «Ich spreche mit Familie Rüdisüüüühli?», tönt es perfekt hochdeutsch aus dem Hörer.

Die folgende, in breitem Dialekt langsam gesprochene Antwort hilft, das Gespräch rasch zu beenden: «Nein, nur ich bin am Telefon, Hugentobler ist mein Name, adios.» Ätzend sind oft auch die Werbebriefe.

Davon kann der Solothurner Nationalratskandidat P.B aus G., Mitglied einer Partei, deren Abkürzung aus drei Buchstaben besteht, ein Lied singen (sollte er eigentlich können). Ich glaub es einfach nicht: Ein Schuhverkäufer will allen Nationalrats-Kandidatinnen und -Kandidaten einen Luftkissenschuh zum Test unterjubeln. Die Argumentation ein absoluter Brüller: «Positionieren Sie sich damit als Gesundheitspolitiker.»

Für alle, die darauf nicht hereinfallen, dann weiter unten im Schreiben: «Holen Sie den weichen Waldboden in den Alltag.» Auch nicht schlecht. Das Testangebot: Die Savannenhuscher kosten angeblich 280 Franken, für aktuelle und werdende Nationalräte nach der Testphase noch die Hälfte. Jetzt verstehe ich endlich das Gedränge bei der Vergabe von Listenplätzen fürs eidgenössische Parlament.

28. Juni 2011

Ölig, schmierig

Der Grossvater sagte einst zu seinem Sohn, er solle mit Erdöl sorgsam umgehen, die Vorräte reichten noch für knapp 50 Jahre. Auch der Sohn sagte Jahre später zu seinem Sohn, vom kostbaren Gut gebe es in 50 Jahren nichts mehr zu fördern.

Der Grossvater sagte einst zu seinem Sohn, er solle mit Erdöl sorgsam umgehen, die Vorräte reichten noch für knapp 50 Jahre. Auch der Sohn sagte Jahre später zu seinem Sohn, vom kostbaren Gut gebe es in 50 Jahren nichts mehr zu fördern. Und selbst dieser Sohn sagte vorgestern zu seiner Tochter, in spätestens 50 Jahren gibt die Erde kein Öl mehr her. Nehmen wir es mit den Zahlen nicht zu genau. Die Grundaussage ist schliesslich richtig.

Künftige Generationen werden es einmal erleben. Aber vorher verbrennen wir munter fassweise flüssiges Gold in unseren Automotoren, die bloss ein Drittel in Energie umwandeln können. Und der Rest? Pupp, puff, verpufft. Ziemlich kurzsichtig. Kurzsichtiger ist nur noch, wie wir zweifelhaften, Öl pumpenden Staaten Milliarden Petrodollars runterpumpen. Wenn sie damit ihre WC-Deckel vergolden, gehts ja noch. Wenn sie mit dem zu vielen Geld unsere Firmen aufkaufen, wirds zumindest diskutabel.

Aber wenn sie mit einem Teil der Kohle radikale Schweizer Muslime finanzieren, wirds gänzlich schmierig. Empörung, Empörung bei den Verdächtigten. Selbstverständlich soll es sich beim entsprechenden Bericht des Schweizer Nachrichtendienstes um James-Bond-Fantasie handeln. Ha, wie viel Fantasie braucht es, um diese Reaktion als Fantasie zu entlarven? Nicht mal einen Töffli-Tank voll. Nach der Kernenergie nun also noch das Öl weg? Warum nicht? Ebene Wege machen schläfrig, holprige rütteln wach. Guten Tag. Anpacken.

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