Persönlich
Klimawandel und Virenalarm

Balz Bruder
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Auch wenn es schneit, behalten die Jungen ihre Sneakers an. (Symbolbild)

Auch wenn es schneit, behalten die Jungen ihre Sneakers an. (Symbolbild)

André Albrecht

Es ist wirklich ein Elend. Ist der Winter fern, wird beklagt, er habe sich, bestenfalls, in die Berge zurückgezogen. Dorthin also, wo wir Flachländer nur ausnahmsweise anzutreffen sind. Und wenn der Winter dann da ist, und sei es bloss in der Ankündigung einer Sturmluft, die dann doch nicht eintrifft, ist es auch nicht recht. Ja, so sind wir am Jurasüdfuss eben. Und wohl auch auf der anderen Seite, wie anzunehmen ist.

Diese epochale Erkenntnis wäre nicht der Rede wert, hätte ich gestern nicht drei Teenagern gelauscht, die sich ob der weissen Pracht, die sich alsbald in grauen Matsch verwandelte, gewaltig enervieren konnten. Es ging, wie könnte es anders sein, um Aussehen, will heissen Aussenwirkung. Und die ist derzeit gemäss nicht repräsentativer, aber umso wahrscheinlicherer Beobachtung so: Es geht, bei Knaben und Mädchen – andere würden von Boys and Girls reden – nichts über weisse Turnschuhe oder Sneakers.

Und die sind bei derzeitigen Witterungsverhältnissen arg in Gefahr. Nicht zu reden von den Kurzsocken und Füsslingen, die ebenfalls keine gute Falle machen, wenn Strassendreck und Textilien in Kontakt kommen. Auf den Punkt brachte die Problematik eine junge Erwachsene, die das Dilemma so formulierte: «Wenn das so weitergeht mit diesem scheiss Klimawandel stecke ich mich am Ende noch mit diesem scheiss Corona-Virus an, Mann!» Ja, so könnte es enden. Es wäre ein Jammer, fasnächtlich unvertriebener Winter.

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