Kommentar
Jetzt wird es spannend

Bettina Hamilton-Irvine
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Bettina Hamilton-Irvine: "Muss der Bau der Limmattalbahn verschoben werden, würde dies ein ganzes Gefüge ins Wanken bringen und letztlich einen Rattenschwanz von zusätzlichen Kosten auslösen."

Bettina Hamilton-Irvine: "Muss der Bau der Limmattalbahn verschoben werden, würde dies ein ganzes Gefüge ins Wanken bringen und letztlich einen Rattenschwanz von zusätzlichen Kosten auslösen."

Architron GmbH, Zürich, zvg

Nun wird es zeitlich sehr eng für die Limmattalbahn AG. Mit eineinhalb Jahren Verspätung hat sie vom Bundesamt für Verkehr die Baubewilligung für beide Bahnetappen erhalten. Damit steht dem Baubeginn der ersten Etappe von Altstetten nach Schlieren im September fast nichts mehr im Weg.

Doch dieses «fast» dürfte in den nächsten Wochen noch für Spannung sorgen. Denn Einsprachen gegen die Baubewilligung könnten der Limmattalbahn AG noch einen dicken Strich durch die Rechnung machen – zumindest dann, wenn das Bundesverwaltungsgericht entscheidet, dass eine Beschwerde eine aufschiebende Wirkung auf die Rechtsgültigkeit der Baubewilligung hat. In diesem Fall müsste sich die Limmattalbahn AG mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von ihrem Baustart im Herbst verabschieden.

Das wäre aus verschiedenen Gründen verheerend. Denn die Vorbereitungen für den Bau laufen auf Hochtouren und der Zeitplan der Limmattalbahn ist mit diversen anderen Projekten koordiniert – nicht zuletzt mit dem Bau des Schlieremer Stadtplatzes, dem Umbau des Farbhofs und unzähligen Strassenprojekten.

Muss der Bau der Limmattalbahn verschoben werden, würde dies ein ganzes Gefüge ins Wanken bringen und letztlich – was besonders schwer wiegen würde – einen Rattenschwanz von zusätzlichen Kosten auslösen. Es bleibt zu hoffen, dass das Gericht, sollten solche Beschwerden zur zweiten Bahnetappe eintreffen, wenigstens den Baustart der ersten, weit weniger umstrittenen Etappe ermöglichen würde. Ansonsten wird die Rechnung hoch. Zu hoch.